Mein erklärendes Verzeichnis nicht allgemeinverständlicher Begriffe in den naturwissenschaftlichen Fächern - Buchstabe C

Anna Heynkes, 20.12.2005

Carbonylgruppe nennt man eine funktionelle Gruppe, die lediglich aus einem Sauerstoffatom besteht, welches über eine Doppelbindung (zwei Elektronenpaarbindungen zwischen den beiden Atomen) an ein Kohlenstoffatom gebunden ist (>C=O), das seinerseits mit zwei weiteren Atomen verbunden ist. In dieser zieht das Sauerstoffatom die beiden Elektronenpaare stark zu sich hin und sorgt so für einen Elektronenmangel, also eine positive Teilladung am Kohlenstoffatom. Dieses positiv polarisierte Kohlenstoffatom zieht negative Ladungen und Teilladungen an und wird dadurch zum Ziel nucleophiler Angriffe. Wegen seiner positiven Polarisierung zieht dieses Kohlenstoffatom seinerseits verstärkt an den Elektronenpaaren, welches es sich mit den benachbarten Atomen teilt. Bei diesen beiden Nachbaratomen kann es sich um zwei Kohlenstoffatome handeln, und dann nennt man diese Carbonylgruppe eine Ketogruppe. Ist das Kohlenstoffatom an ein Kohlenstoffatom und an ein Wasserstoffatom gebunden, dann spricht man von einer Aldehydgruppe.

Carboxylgruppe nennt man eine funktionelle Gruppe, in der ein Kohlenstoffatom einerseits über eine Doppelbindung (zwei Elektronenpaarbindungen zwischen den beiden Atomen) mit einem Sauerstoffatom und andererseits über eine Einfachbindung mit einer Hydroxylgruppe verbunden ist (-COOH). Das über die Doppelbindung an das Kohlenstoffatom gebundene Sauerstoffatom zieht aufgrund seiner größeren Elektronegativität die 4 Elektronen zu sich, die es sich in seinen beiden Elektronenpaarbindungen mit dem Kohlenstoffatom teilt. Dieses Sauerstoffatom wird dadurch partiell negativ geladen und sorgt gleichzeitig für einen Elektronenmangel, also eine positive Teilladung am Kohlenstoffatom. Das positiv polarisierte Kohlenstoffatom zieht nun seinerseits verstärkt an den Elektronen, die es sich mit dem Sauerstoffatom der Hydroxylgruppe teilt. Dadurch verstärkt es in der Hydroxylgruppe den Zug des Sauerstoffatoms an dem Elektonenpaar, welches er sich mit dem Wasserstoffatom teilt. Auch dieses Sauerstoffatom ist daher partiell negativ geladen, während der durch den zusätzlichen Zug des zweiten Sauerstoffatoms besonders stark partiell positiv geladene Wasserstoff noch deutlich leichter als bei einer Hydroxylgruppe als Proton abgespalten werden kann.

Celsius ist zunächst der Name des schwedischen Astronomen Anders Celsius (1701-1744). Er wählte Gefrier- und Siedepunkt des Wassers als relativ leicht meßbare Fixpunkte seiner Celsius-Temperaturskala. Diese Fundamentalpunkte ergeben sich durch Eintauchen des Thermometers in schmelzendes Eis (0°C) bzw. in bei einem Luftdruck von 760 Torr siedendes Wasser (100°C). Die Einteilung dieses Fundamentalabstandes auf einem Thermometer in 100 gleiche Teile und die Fortsetzung der Skala nach unten und oben lieferte die uns geläufige Celsiusskala. [1,2]
In Mitteleuropa ist diese sogenannte "Celsius-Skala" die Grundlage einer objektiven Temperaturmessung. In Amerika mißt man die Temperatur nach Fahrenheit. Gemäß der mathematischen Formel Grad Celsius = 5/9 * (Grad Fahrenheit - 32) läßt sich Grad Fahrenheit in Grad Celsius umrechnen. [1]
1 = http://www.wetteronline.de/lexikon/celsius.htm)
2 = http://www.gutenbergschule.de/html/physik.html

Chelator nennt man eine Verbindung mit mindestens zwei freien Elektronenpaaren, in der jeweils zwei Moleküle zwischen sich über sogenannte koordinative Bindungen jeweils ein Metallion binden. Man nennt diese relativ lockere Verbindung zwischen dem Metallion und den beiden Chelator-Molekülen einen Komplex. Der Begriff Chelator ist vom griechischen Wort chele für Krebsschere abgeleitet, weil die Chelator-Moleküle das Metallion wie eine Krebsschere in die Zange nehmen. Chelatoren sind in der Chemie ziemlich wichtig, weil sie Metallionen in Lösung halten, aber auch binden. Mal werden dadurch Metallionen unschädlich gemacht, mal können sie aber auch erst dadurch reagieren, weil sie ansonsten einfach ausfallen würden.

Chemie ist laut Meyers Lexikon die Naturwissenschaft, die Aufbau, Eigenschaften und Veränderungen von Stoffen erforscht. Genauer befasst sie sich mit den Wechselwirkungen der chemischen Elemente. Abstrakter formuliert ist die Chemie die Naturwissenschaft, die sich mit den Ursachen und Wirkungen von Elektronenabgabe, -aufnahme und -verteilung zwischen Atomen und Molekülen befasst.

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