Mein erklärendes Verzeichnis nicht allgemeinverständlicher Begriffe zum Fach Deutsch - Buchstabe E

Anna Heynkes, 5.10.2004

Erststimme nennt man bei Bundes- und Landtagswahlen die Stimme, mit der man sich für einen der Direktkandidaten des Wahlkreises entscheidet, zu dem der eigene Wohnort gehört. Eine realistische Chance haben dabei aber normalerweise nur die Kandidaten der Volksparteien, denn gewählt ist in jedem Wahlkreis nur der eine Kandidat mit den meisten Erststimmen. Für die Bundestagswahl im Jahr 2002 war Deutschland in 299 Wahlkreise aufgeteilt und dementsprechend erhielten 299 Kandidaten Direktmandate. Die restlichen Abgeordneten kamen über die Landeslisten in den Bundestag. Einfluß auf den Anteil einer Partei an den Parlamentariern haben die von ihren Kandidaten gewonnenen Erststimmen aber nur, wenn eine Partei mehr Direktmandate gewinnt, als ihr aufgrund ihres Anteils an den Zweitstimmen Sitze im Parlament zugestanden hätten oder wenn eine Partei ohne ihr(e) Direktmandat(e) an der Sperrklausel gescheitert wäre.

Ethnie ist ein Begriff aus dem Griechischen und meint laut Brockhaus eine soziale Gruppe von Menschen (Volksgruppe), die der gleichen Kultur angehören, also eine eigene Sprache, Geschichte, Kultur, eigene Institutionen, einen bestimmten Siedlungsraum, möglicherweise auch eine gemeinsame Religion haben und sich ihrer Einheit und Zusammengehörigkeit bewusst sind.

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