Mein erklärendes Verzeichnis nicht allgemeinverständlicher Begriffe in den naturwissenschaftlichen Fächern - Buchstabe K

Anna Heynkes, 20.12.2005

Katalysator nennt man in der Chemie Stoffe, die chemische Reaktionen durch Herabsetzung der Aktivierungsenergie ermöglichen, beschleunigen oder in bestimmte Richtungen lenken, ohne dabei selbst verbraucht zu werden.

katalysieren nennt man das Ermöglichen, Beschleunigen oder lenken einer chemische Reaktion durch einen Katalysator.

Kation nennt man ein positiv geladenes Ion.

Ketone nennt man chemische Verbindungen, die eine funktionelle Gruppe namens Ketogruppe enthalten.

Ketogruppe nennt man eine funktionelle Gruppe, die eigentlich nur aus einem Sauerstoffatom besteht, welches über eine Doppelbindung (zwei Elektronenpaarbindungen zwischen den beiden Atomen) an ein Kohlenstoffatom gebunden ist (>C=O), das seinerseits mit zwei weiteren Kohlenstoffatomen verbunden ist. Im Grunde enthält eine Ketogruppe ihrerseits wiederum eine funktionelle Gruppe, nämlich eine Carbonylgruppe. Die Carbonylgruppe bestimmt wesentlich die Eigenschaften der Ketogruppe und macht sie polar sowie relativ reaktionsfreudig. In dieser zieht das Sauerstoffatom die beiden Elektronenpaare stark zu sich hin und sorgt so für einen Elektronenmangel, also eine positive Teilladung am Kohlenstoffatom. Dieses positiv polarisierte Kohlenstoffatom zieht negative Ladungen und Teilladungen an und wird dadurch zum Ziel nucleophiler Angriffe. Wegen seiner positiven Polarisierung zieht dieses Kohlenstoffatom seinerseits verstärkt an den Elektronenpaaren, welches es sich mit den benachbarten Kohlenstoffatomen teilt.

Kinematik nennt man das Teilgebiet der Mechanik, welches untersucht, wie und nach welchen Regeln Bewegungen ablaufen.

Kohlenhydrate sind Polyhydroxyaldehyde, Polyhydroxyketone oder Verbindungen, die dazu hydrolysiert werden können. Dabei bedeutet Polyhydroxy-, dass am Kohlenstoff-Grundgerüst außer einer Aldehydgruppe oder einer Ketogruppe noch mehrere Hydroxylgruppen hängen.

Kohlenwasserstoff nennt man einen Stoff bzw. ein Molekül, der bzw. das ausschließlich aus den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff besteht.

Komplex nennt man in der Chemie eine Verbindung, in welcher ein zentrales Kation oder Atom (ganz selten auch ein Anion) mit einer Neigung zur Bindung freier Elektronenpaare umgeben wird von zwei oder mehr Elektronenpaar-spendenden Molekülen oder Ionen. Die Bindungen zwischen dem zentralen Atom oder Ion mit den dieses umschließenden Molekülen oder Ionen nennt man koordinative Bindungen.

Kondensation ist der Übergang eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand. Ein reiner Stoff kondensiert bei gegebenem Druck immer bei der gleichen Temperatur. Diese nennt man Siedepunkt oder Kochpunkt, seltener auch Siedetemperatur, Kondensationspunkt oder Kondensationstemperatur. Die Temperatur bleibt vom Zeitpunkt der Bildung des ersten Flüssigkeitströpfchens bis zur vollständigen Umwandlung konstant. (http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensation)

Koordinative Bindung nennt man eine spezielle kovalente Bindung, in welcher sich in einem Komplex ein leeres Orbital des zentralen Atoms oder Ions und ein freies Elektronenpaar eines Liganden verbinden. Ziel ist wie bei anderen chemischen Bindungen auch das Erreichen einer Edelgaskonfiguration. Die räumliche Anordnung der Liganden wird durch den Hybridisierungstyp des Zentralatoms bestimmt.

Kupfer-Tartrat-Komplex (Di-tartrato-cuprat(II)-Komplex) nennt man einen Komplex, in dem ein zweiwertiges (zweifach positiv geladenes und daher die Oxidationsstufe +II besitzendes) Kupfer-Ion über koordinative Bindungen mit zwei in stark alkalischer Lösung drei- oder vierfach negativ geladenen Weinsäure-Anionen verbunden ist.

meine Startseite