NR ZBWX

AU Drawer,K.; Grätz,H.

TI Automatische Hochvoltbetäubungsanlagen mit Restrainer. Beobachtungen über den tierschutzgerechten Umgang mit Schlachtschweinen

QU Fleischwirtschaft 1984; 64: 1041-1050

PT journal article

AB Seit Mitte der 70er Jahre setzte unter dem Zwang zur Rationalisierung bei immer höheren Bandgeschwindigkeiten in industriell ausgerichteten Schweineschlachtanlagen der Trend zur Errichtung automatischer Hochvoltbetäubungsanlagen mit Restrainer ein. Diese Entwicklung wurde durch holländische Untersuchungen über die weitgehende Unwirksamkeit der elektrischen Niedervoltbetäubung beschleunigt. Derzeit werden drei Anlagen von Maschinenbaufirmen in den Niederlanden, Belgien und der Bundesrepublik Deutschland erstellt; weltweit gibt es davon zusammengenommen keine 100 Anlagen. Nach einem Abriss über Entwicklung und Aspekte der elektrischen Betäubung von Schlachtschweinen folgt zunächst die Beschreibung der Funktionsweise der Betäubungsanlagen. Dann werden Beobachtungen über den tierschutzgerechten Umgang mit Schlachtschweinen in zehn dieser automatischen Hochvoltbetäubungsanlagen mit Restrainer samt Zutrieb in der Bundesrepublik Deutschland, Holland und Belgien wiedergegeben und diskutiert. Als positiv wird dabei bewertet, dass die Schlachtschweine der überwiegend willkürlichen konservativen Zangenbetäubung entzogen und - vorausgesetzt alle technischen Einrichtungen funktionieren einwandfrei - einer effektiven automatischen Betäubung zugeführt werden. Zweifel ergeben sich bei der Beurteilung, ob die Hochvoltbetäubungsanlagen die Schweine betäuben oder bereits töten. Die Forschung sollte sich der Klärung dieser Frage mit rechtlicher Konsequenz mehr als bisher widmen. Der negative Teil der Beobachtungen bezog sich in erster Linie auf menschliches Versagen (mangelhafte Aufsicht, Unterlassung der Nachbetäubung bei gar nicht oder nur ungenügend betäubten Tieren, Stoppen der Restrainer aus nichtigen Anlässen, Nichtbeachtung der Signalleuchten u.a.), dann auf technische und bauliche Mängel (z.B. Verschmutzung der Elektroden, ungeeignete Treibgänge).

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