NR ZCZS
AU Kolb,E.
TI Neuere Erkenntnisse über das Vorkommen von Peptiden mit morphiumähnlicher Wirksamkeit - der Endorphine, der Enkephaline und der Dynorphine - bei Tieren und ihre Bedeutung für die Regulierung der Schmerzempfindung sowie für verschiedene Funktionen (Übersichtsreferat)
QU Monatshefte für Veterinärmedizin 1984; 39: 591-595
PT Review
AB Bei Belastungen der Tiere werden im Hypothalamus und in der Hypophyse verstärkt Vorläufermoleküle (=Proopiomelanokortin) für die Bildung von ACTH, von beta-Lipotropin und eines großen Glykopeptids synthetisiert. Durch Zerlegung des beta-Lipotropins entstehen die Endorphine, die u.a. bei der Regulierung der Schmerzempfindung und bei der Beeinflussung der Fortpflanzung wirksam sind. In zahlreichen Nervenzellen werde die Proenkephaline A und B gebildet, die durch Peptidasen unter Bildung der Enkephaline und der Dynorphine aufgespalten werden. Die genannten Peptide werden an Rezeptoren von bestimmten Nervenzellen gebundenund setzen die Bildung von Aktionspotentialen herab. Bei verstärkter Wirksamkeit der Endorphine gegen Ende des Proöstrus kann der präovulatorische Anstieg im Gehalt an FSH und LH - und damit die Ausreifung der Tertiärfollikel - gehemmt werden.
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