NR ZDBG

AU Nowak,B.; Hartung,J.; Wenzel,S.; Marahrens,M.; Hoppenbrock,K.H.; Feldhusen,F.

TI Zur quantitativen Einschätzung des Einflusses von Belastungen wie Transport und Elektrobetäubung auf die Fleischbeschaffenheit beim Schwein

QU Proceedings 39. Arbeitstagung DVG Garmisch-Partenkirchen, 22.-25.9.1998

PT Proceedings

AB Schlachtschweine sind bereits vor der eigentlichen Schlachtung verschiedenen Belastungszonen wie Transport und Elektrobetäubung ausgesetzt, deren Bedeutung für die Fleischbeschaffenheit und Fleischreifung im einzelnen noch unzureichend bekannt ist. Insbesondere fehlen bislang hinreichend gesicherte Aussagen über den quantitativen Einfluss der einzelnen Belastungszonen bei weitgehend einhitlicher Genetik der untersuchten Tiere. Die vorliegende Arbeit stellt einige rechnerische Zusammenhänge vor, wobei das Integral der Herzfrequenzkurven (HDint( von 37 Tieren, erfasst vom Herkunftsstall bis zur Elektrobetäubung im Schlachtbetrieb, die applizierte Gesamtladungsmenge bei der Elektrobetäubung (Cges) sowie die pH-Werte 45 Minuten p.m. (pH1) und 24 Stunden p.m. (pH24) in definierten >Muskelpartien wie Schinken (M. semimembranosus) und Kotelett (M. longissimus dorsi) in Beziehung gesetzt werden. Die Befunde zeigen, dass mit zunehmendem HFint der pH24-Wert sowohl im Schinken als auch im Kotelett ansteigt. Dies trifft nicht für den pH1-Wert zu. Wird der pH1-Wert jedoch der Cges gegenübergestellt, ergibt sich im Kotelett bei steigender Cges eine deutlich abfallende Tendenz, der z.B. bei 8.0 Coulomb (As) 5,8 betragen kann. Die Berechnungen in dieser Untersuchung zeigen, dass es offensichtlich einen Zusammenhang zwischen hoher Transportbelastung, ausgedrückt in hohen HFint und erhöhtenpH24-Werten gibt. Einige Tiere weisen bei hohen HFint pH24-Werte auf, wie sie auch bei DFD-Fleischqualitäten angetroffen werden. Andererseits scheinen die erst kurz vor der Schlachtung einwirkenden Stressoren, wie z.B. die Elektrobetäubung, nur auf den pH1-Wert Auswirkungen zu haben, während die pH24-Werte unbeeinflusst bleiben. Künftig sollten diese Zusammenhänge auch im Hinblick auf die Praxis der Tiertransporte und die Länge der Ausruhzeiten in den Wartebuchten der Schlachtbetriebe näher untersucht werden.

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