NR ZDUF

AU Meier,R.I.

TI Untersuchungen zur CO2 - Anästhesie bei Labortieren (Ratten, Mäuse, Goldhamster und Meerschweinchen)

QU Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Veterinär-Medizinischen Fakultät der Universität Bern, vorgelegt von Reto 1. Meier, Metzerlen, SO, 1994

PT Dissertation

AB In einem ersten Teil wurden Ratten (n= 50) verschiedenen Gasmischungen ausgesetzt: 0% CO2 mit 100% O2, 20% CO2 mit 80% O2, 40% CO2 mit 60% O2, 60% CO2 mit 40% O2, 80% CO2 mit 20% O2, 100% CO2 mit 0% O2. Es wurden die ersten Bewegungsabläufe der Tiere nach dem Einbringen in die verschiedenen Gasgemische beobachtet. Die Anästhesie wurde deskriptiv und im zeitlichen Verlauf dargestellt; vom ersten Anzeichen auf das fremde Gasmilieu bis hin zum ersten positiven Reflex nach Entnahme aus der Anästhesiekammer. Bei den Konzentrationen mit 60% und 80% CO wurden vergleichende Versuche mit Luft anstelle von Sauerstoff als Beimischung durchgeführt. Weiter wurden ausgewertet, ob sich die Anästhesie bei den verschiedenen Kohlendioxidkonzentrationen, bei unterschiedlich langen Expositionszeiten, bei Wiederholungsversuchen, bei den Geschlechtern oder bei unter schiedlichen Körpergewichten unterscheidet. Zur Objektivierung des Stress durch das "Handling" oder durch das Kohlendioxid selbst wurden Kortikosteron- als auch Katecholamin (Adrenalin / Noradrenalin) Spiegel im Plasma gemessen. Zur Bestätigung der Wirkung von Kohlendioxid wurden noch der pH und die Blutgase im venösen Blut bestimmt.
Als die nach unseren Resultaten optimalste Gaskonzentration für eine ca. 40 Sekunden anhaltende Anästhesie bei Ratten resultierte die Mischung 80% CO2 mit 20 % 02 während einer Exposition von 60 Sekunden.
In einem zweiten Teil wurden die Ergebnisse der Versuche mit Ratten auch an Mäusen, Goldhamstern und Meerschweinchen zu validieren versucht. Die gleiche Gasmischung wie bei den Ratten aber mit unterschiedlichen Expositionszeiten (120 Sekunden für Mäuse und Goldhamster und 30 Sekunden für Meerschweinchen) ergaben bei Mäusen eine chirurgische Toleranz von ca. 23 Sekunden und bei Goldhamstern und Meerschweinchen eine Anästhesie von ca. 45 Sekunden.

SP deutsch

Autorenindex - authors index
Startseite Betäubung - home page Stunning

Copyright Ingrid Schütt-Abraham