Diskussion eines Pamphletes von Bhakdi und Bohl gegen die TSE-Forschung und -Politik

Roland Heynkes 5.3.2004, CC BY-SA-4.0 DE

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bibliographische Angaben

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Einleitung

Jahrzehntelang waren die heute als TSE bezeichneten übertragbaren (transmissible) schwammförmigen (spongiform), nichtentzündlichen Gehirnerkrankungen (Enzephalopathien) nur ein exotisches Betätigungsfeld einiger weniger Forschungsgruppen. Man suchte letztlich vergeblich nach den Ursachen für die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Kuru, das Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndrom und die tödliche erbliche Schlafstörung beim Menschen, sowie für die damit nahe verwandten Tierkrankheiten Scrapie (Traberkrankheit der Schafe und Ziegen), Nerzenzephalopathie und Chronic Wasting Disease amerikanischer Hirsche. Das Interesse der Medien, der Politik und Behörden, sowie vieler Verbraucher, Ärzte und Wissenschaftler anderer Disziplinen fand diese kleine Fachrichtung erst nach dem Bekanntwerden der Rinderkrankheit BSE und besonders 1996 nach dem Eingeständnis der britischen Regierung, daß BSE sehr wahrscheinlich die ersten 10 Menschen getötet hatte. In Deutschland erfolgten besonders heftige Reaktionen auf den ersten Nachweis einer BSE-Infektion bei einem in Deutschland geborenen Rind im November 2000.

Wie in solchen Fällen üblich, wurde die Sache von den Medien aufgebauscht, Politik und Behörden reagierten mit einer schwer verdaulichen Mischung aus Verharmlosung, Überreaktionen, aber auch sinnvollen Maßnahmen, und eine größere Anzahl tatsächlicher oder vermeintlicher Fachleute verwirrte das Publikum mit widersprüchlichen Aussagen. Inzwischen interessieren sich die Medien nicht mehr für BSE und Scrapie, die Politiker und Behörden sind mit ihren Entscheidungen weitgehend zufrieden und die TSE-Forscher arbeiten mit den ihnen in großem Umfang zugeflossenen Geldern emsig vor sich hin. Sie haben sich national und international in Forschungsnetzwerken organisiert und konnten bereits beachtliche Forschungserfolge in Fachzeitschriften publizieren. Aber es gibt auch kritische Stimmen, welche zumindest einen Teil der Maßnahmen zur Ausrottung von BSE und zum Schutz der Verbraucher vor BSE, sowie die Mittel zur Erforschung der TSE für überzogen halten. Da Steuergelder und Forschungsetats nie unbegrenzt zur Verfügung stehen, befürchtet man nicht ganz unbegründet, daß andere Aufgaben und insbesondere andere Forschungsrichtungen zu kurz kommen könnten, wenn zu viel Geld in die Erforschung und Bekämpfung von BSE, Srapie und der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit fließt.

Seitens der TSE-Forscher reagiert man bisher praktisch gar nicht auf solche Skepsis, Vorwürfe und Angriffe, zumal sie meistens sehr unsachlich und wenig kenntnisreich vorgetragen werden. Auf die Dauer wird man sich aber mit den Argumenten und Polemiken der Kritiker beschäftigen müssen, da diese die Politik beeinflussen und die finanziellen Grundlagen der TSE-Forschung bedrohen können. Es ist meines Erachtens notwendig, unberechtigte Vorhaltungen sachlich begründet zurückzuweisen und aus konstruktiver Kritik zu lernen. Mit einer kritischen Diskussion eines typischen und mit minimalen inhaltlichen Unterschieden auch schon in zwei anderen Zeitschriften veröffentlichten [ANTR,ANTS] Pamphlets der beiden nicht auf dem Gebiet der TSE-Forschung tätigen Mediziner Bhakdi und Bohl möchte ich hierzu meinen ersten Beitrag liefern. Zu diesem Zweck zitiere ich jeweils eine Passage des Artikels und stelle dieser Fakten aus der TSE-Forschung gegenüber.

Folgende Falschaussagen hätten durch sorgfältige Recherche der Fakten leicht vermieden werden können

In 1996 the first key epidemiological study [AAGY on bovine spongiform encephalitis (BSE) appeared in the renowned journal "Nature".

Zur Epidemiologie der BSE gab es eine ganze Reihe weiterer und auch früherer Artikel von mindestens derselben Qualität und mit erheblich relevanteren Resultaten [AMNG,ANDA,AMNE,ADGM,AMND,APPU,AFOP,AFLN,AJZJ]. Bhakdi und Bohl täten gut daran, mehr als nur diese aus biologischer Sicht recht naive [AAWI] Arbeit von Anderson et al. zu lesen.


In that article it was estimated that by the year 1996, some 750,000 cows with BSE had entered the food chain in Great Britain.

Anderson et al. schätzten die Zahl der bis Ende 1995 in Großbritannien unerkannt geschlachteten Rinder nicht auf 750.000, sondern auf 729.000 (446.000 + 283.000) [AAGY]


The number of new BSE infections in Great Britain peaked in 1991/1992 and has been steadily declining since.

In Wirklichkeit war es der Winter 1992/93 und es waren nicht die Neuinfektionen, sondern die Neuerkrankungen, die damals ein Maximum erreichten [APQC]. Das Jahr mit den meisten Neuinfektionen war nämlich 1987 [DEF,APQC], weil 1988 bereits das britische Tiermehl-Verfütterungsverbot wirksam wurde.


In November 2000, the first BSE cases were diagnosed in Germany.

In Deutschland wurden die ersten 6 BSE-Fälle bereits in den Jahren 1994 (4 Fälle, von denen ein Tier bereits 1992 erkrankte) und 1997 (2 Fälle) diagnostiziert, auch wenn dies sehr wahrscheinlich importierte Rinder waren [KKL,OIE].


Prusiner succeeded in isolating the kuru agent from diseased brain tissue, and showed that it consisted of a single precipitated, insoluble protein. He thus confirmed Gajdusek’s suspicion that the infectious agent was not a virus [ABEZ,ABLQ]. Injection of the isolated protein into experimental animal species caused the disease. Prusiner named the infectious protein "Prion", infectious proteinaceous particle [AJRM,AJSL,AJSO].

Hätten sich Bhakdi und Bohl etwas mehr Mühe mit dem Belegen ihrer Behauptungen gegeben, dann wäre ihnen auch aufgefallen, daß Prusiner bei der Erforschung der Natur des Erregers nicht mit dem Kuru-Agens, sondern mit dem Scrapie-Agens gearbeitet [AJTF] und besonders davon profitiert hat, daß sich dieses auf Mäuse und Hamster übertragen ließ [AJTB]. Aus Scrapie-Prionen isolierte er das Prionprotein [AJSU] und auch den Begriff "Prion" führte er als Verursacher der Krankheit Scrapie ein [AJSS].


Prusiner named the infectious protein "Prion", infectious proteinaceous particle [AJRM,AJSL,AJSO]. The next step was to identify the gene that encoded the prion protein. This was achieved by Prusiner and the Swiss scientist Weissmann in 1985. ... His genetic analyses led to a major discovery: the prion genes in these families indeed showed point mutations that led to the exchange of individual amino acids within the prion protein sequence [AEHC, AERF, 22]. This was the birth of his prion hypothesis.

Aus Scrapie-Prionen isolierte er auch das Prionprotein [AJSU] und auch den Begriff "Prion" führte er als Verursacher der Krankheit Scrapie ein [AJSS]. Diesen Artikel scheinen die Autoren - wenn überhaupt - nur flüchtig gelesen zu haben. Prusiner nannte darin nämlich ausdrücklich Pattison [AJHH] und Griffith [AEWT] als Urheber der Protein-only-Hypothese [AJHH,AJSS], die Bhakdi und Bohl aus Unkenntnis allein ihm zuschreiben und deren Entstehung sie fälschlich mit der sehr viel späteren Entdeckung von Punktmutationen im Prionproteingen verknüpfen. Die Autoren meinen auch, Prusiner habe mit seiner Arbeit Zweifel von Gajdusek an der viralen Natur des Kuru-Erregers bestätigt. Dabei verteidigte Gajdusek noch in seiner Dankesrede zur Verleihung des Nobelpreises am 13. Dezember 1976 sein Konzept eines slow virus als Ursache von Kuru, obwohl ihm die Zweifel anderer Arbeitsgruppen damals bereits bekannt waren [AEID]. Von einem unkonventionellen Virus schreibt er erst ab 1978 [AEIB], also mehr als ein Jahrzehnt nach den bahnbrechenden Artikeln von Pattison, Jones [AJHH] und Griffith [AEWT].


Leicht vermeidbare Ungenauigkeiten zeugen von übertriebener Bequemlichkeit und schlampiger Arbeitsweise.

The total number of animals that have tested BSE positive is currently about 200 in this country.

Der Artikel wurde vorab am 18.6.2003 online publiziert, als in Deutschland gerade der 249. BSE-Fall gemeldet worden war. Im Artikel jedoch wird die Zahl 200 genannt, die in Wirklichkeit bereits 10 Monate zuvor, am 19.8.2002 erreicht war. [DBF,ANZJ,ANPA,BYR]

Leicht recherchierbare Fakten widerlegen auch folgende Fehlinterpretationen.

The epidemic will probably end within the next few years.

Die Autoren geben hier einem zur Gewissheit gewordenen Wunschdenken Ausdruck, denn es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für ihre Annahme. In Wirklichkeit steigt ständig die Zahl der britischen BSE-Fälle unter Rindern, die nach der letzten Verschärfung des britischen Verfütterungsverbotes geboren wurden [BAB]. Ohne eine Ausdehnung des Verfütterungsverbotes auf Tierfett ist diesbezüglich keine Besserung zu erwarten.

Die Autoren verbreiten unglaubwürdige und nicht belegte Behauptungen.

There have been hundreds of thousands of scrapie cases worldwide.

Erstaunlicherweise wollen die Autoren von weltweit Hunderttausenden von Scrapie-Fällen wissen. Leider nennen sie wie so oft in ihrem Pamphlet keine Quelle für ihre vermutlich frei erfundene Angabe.


Transmission of scrapie to humans has not been documented to date. However, an adage says that animals infected with scrapie should not be eaten. The authors presume that in former times, scrapie was indeed occasionally transmitted to humans and that this was anecdotally observed, which is why this simple but very effective piece of country lore evolved to prevent transmission.

Zumindest erstaunlich ist diese leider wieder unbelegte Behauptung der Autoren, ein Sprichwort rate vom Verzehr von Scrapie-Schafen ab. Die Autoren nehmen an, Scrapie sei in früheren Zeiten gelegentlich auf Menschen übertragen worden, dies sei von den Menschen erkannt worden und so habe sich die einfache aber sehr nützliche Volksweisheit gebildet, Scrapie-Schafe nicht zu essen. Johann George Leopoldt beschreibt aber 1759 in seinem Buch über die Landwirtschaft die Traberkrankheit als zwar für Schafe ansteckend, für Menschen jedoch ohne bekanntes Risiko [ANTT]. Auch in der jüngeren Literatur konnte ich keinen Hinweis auf Übertragungen von Scrapie auf Menschen finden. Eine solche Beobachtung ist angesichts der langen Inkubationszeiten der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auch nicht zu erwarten. Wie hätten die Menschen früherer Jahrhunderte denn von dieser Krankheit auf einen Jahrzehnte zurück liegenden Verzehr von Schafen schließen sollen, wenn solche Fälle zudem nur extrem selten vorkommen? Kämen andererseits solche Übertragungen auf den Menschen häufiger vor, dann wäre dies auch heute noch bekannt. Entsprechende Berichte sind aber auch Bhakdi und Bohl nicht bekannt und so ist ihre Mutmaßung weder in sich selbst schlüssig, noch nachvollziehbar.

Seltsame Mißverständnisse der Autoren

The discovery triggered a panic reaction involving measures of gigantic proportions. These ranged from culling a hundred thousand clinically healthy animals to the statutory introduction of BSE tests for cattle, up to tendering for expensive special programmes to research into BSE and prion diseases. The costs incurred by the BSE crisis have long exceeded the billion Euro level in Germany alone. They contribute significantly to the burden on Europe’s economy.

Mögen die Leser selbst entscheiden, ob sie den üblichen Aktionismus der Medien und Politiker und die verständliche Kaufzurückhaltung der Verbraucher Ende 2000 wie die Autoren als Panikreaktion bezeichnen möchten. Aber es ist doch seltsam, daß die Autoren nicht etwa die jahrelang unverantwortlich leichtfertige Herstellung und Kontrolle von Futtermitteln als die tatsächliche Ursache für die BSE-Infektion deutscher Rinder beklagen, sondern den vermeintlich fehlgeleiteten und irrationalen deutschen Verbraucher, die Wissenschaft und die Politik nach dem November 2000 für den vorübergehenden Zusammenbruch des Rindfleischmarktes und die nun um vielleicht 1 Euro pro Kilogramm höheren Kosten der Rindfleischproduktion verantwortlich machen. Anscheinend erwarten die Autoren von den Verbrauchern, daß diese aus volkswirtschaftlicher Verantwortung heraus ungetestetes Rindfleisch einschließlich des Risikomaterials verzehren, damit dieses nicht so teuer entsorgt werden muß. Bhakdi und Bohl beweisen wenig volkswirtschaftliche Kompetenz, wenn sie lediglich die Kosten, nicht aber die positive Auswirkung der politisch entschiedenen Maßnahmen auf das Verbrauchervertrauen und den dadurch wieder normalisierten Rindfleischmarkt berücksichtigen. Zumindest in Deutschland ist es normal, daß der Verbraucher sich Sicherheit auch etwas kosten lässt. Der Lebensmittelhandel aber hatte die Verbraucher zu Schnäppchenjägern erzogen und erziehen können, weil die Verbraucher auf die Sicherheit staatlicher Kontrollen vertrauten.

Die von den Autoren genannte Keulung Hunderttausender gesunder Rinder war keine panische Reaktion auf die Entdeckung von BSE in Deutschland, sondern schlicht eine ökonomisch notwendige Marktbereinigungsmaßnahme zur Vermeidung einer größeren Pleitewelle unter den EU-Rinderhaltern. Und der Einbruch des Rindfleischmarktes war nicht auf eine falsche Politik nach dem ersten deutschen BSE-Fall, sondern auf den Vertrauensverlust zurückzuführen, welcher durch die Widerlegung früherer Beschwichtungen zustande kam.

Die Einführung obligatorischer BSE-Tests war auch keine politische Panikreaktion, sondern eine vertrauensbildende Maßnahme zur Stabilisierung des Rindfleischmarktes. Dies belegt auch die Tabelle 26 des UE-Test-Berichtes für das Jahr 2002, nach der bei insgesamt 3.030.542 BSE-Tests immerhin 774.723 weniger als 24 Monate alte Rinder freiwillig getestet wurden [ANPA]. Ganz ähnlich verhielt es sich auch im Jahr 2001, indem in Deutschland 726.275 von 2.856.337 Rindern freiwillig geschlachtet wurden [ANZJ]. Solange ein gutes Viertel aller deutschen BSE-Tests in Deutschland freiwillig an Jungrindern durchgeführt wird, erscheint es wenig sinnvoll, sich von einer Anhebung des gesetzlich vorgeschriebenen Testalters eine erhebliche Kostensenkung zu erwarten. Im Gegenteil könnte ein derartiger Eingriff des Gesetzgebers negative Auswirkungen auf den Absatz von Rindfleisch haben und so wesentlich höhere Kosten verursachen. Oder fordern die Autoren einen Obrigkeitsstaat, der in planwirtschaftlicher Manier dem Handel die freiwilligen BSE-Tests untersagt und den Bürger zum Konsum zwingt? Übrigens zeigen die BSE-Befunde bei zwei 21 und 23 Monate alten Schlachtrindern in Japan, daß selbst das Testen derart junger Rinder auch aus wissenschaftlicher Sicht nicht völlig sinnlos ist.

Ein unterentwickeltes Verständnis deutscher Forschungspolitik und übertriebenen Neid zeigen die selber von öffentlichen Forschungsgeldern lebende Autoren Bhakdi und Bohl, wenn sie die auskömmliche Förderung der TSE-Forschung als ruinöse Panikreaktion verunglimpfen. Mit diesem simplen Verständnis vom Wert der Forschung müsste man weite Teile der deutschen Forschungslandschaft umgehend einstampfen, weil deren wirtschaftlicher Nutzen noch geringer ist. Sinnvoller wäre eine detaillierte Kosten-Nutzen-Rechnung und Effizienzanalyse gewesen, für die man allerdings mit der TSE-Forschung und deren Ergebnissen vertraut sein müsste. Angesichts der großen Zahl entsprechender Publikationen wäre das keine leichte Aufgabe, aber diese Produktivität zeigt auch schon, daß die Forschungsgelder nicht einfach verfrühstückt wurden.

Undifferenziertes Denken führt zu falschen Folgerungen

CJD appears in two forms: sporadic, with a worldwide incidence of about 1:1,000,000 (in Germany there are accordingly 60 to 80 new cases per year) and familial, where family members are at a large risk of dying of the disease.

Diese Einteilung der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankungen in nur zwei Typen ist nicht nur laienhaft, sondern vor allem epidemiologisch unbrauchbar. Bhakdi und Bohl benutzen außerdem die Begriffe sporadisch und spontan einfach synonym und zeigen damit, daß sie entweder den sehr wichtigen Unterschied noch nicht erkannt haben, oder den Begriff "spontan" zum Zwecke der Verharmlosung verwenden. Denn gäbe es tatsächlich nur erbliche und spontane Fälle, dann wären Schutzmaßnahmen ebenso vergeblich wie überflüssig. In Wirklichkeit bedeutet sporadisch aber nichts anderes, als das die Ursache der Erkrankung völlig unbekannt ist. Die sogenannten sporadischen Fälle können daher durch Infektionen unbekannter Herkunft, durch krankmachende Mutationen außerhalb der kodierenden Region des Prionproteingens und vielleicht auch gelegentlich durch völlig zufällig, also tatsächlich spontan sich bildende Prionen verursacht werden. Letzteres wurde allerdings noch nie nachgewiesen. Bhakdi und Bohl jedoch stellen ausschließlich die noch unbewiesene Möglichkeit der spontanen Entstehung als Ursache für die nicht nachweislich erblichen oder wahrscheinlich iatrogenen Formen der CJK dar und ignorieren mit ihrer Zweiteilung die Möglichkeit von Infektionen für zumindest einen Teil der sporadischen Fälle.

Literaturliste

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