NR ANBU
AU Gordon,W.S.
TI Discussion about: "Studies in scrapie" by A.C.Palmer [APSG]
QU The Veterinary Record 1957 Dec 7; 69: 1324-8
IN
Auf einem Kongress erwähnte der Autor die schlimme Erfahrung, mit einem von ihm selbst hergestellten Impfserum gegen die virale Spring- oder Drehkrankheit (Louping ill) 1936-1939 in mehreren vorher nicht davon betroffenen Schafherden Scrapie verursacht zu haben. Eine Produktion mit 18.000 Dosen verursachte bei 7% der inokulierten Schafe Scrapie. Er meint aber auch, damit immerhin die Übertragbarkeit dieser Krankheit demonstriert zu haben.
Der Autor stellt fest, dass Scrapie-Infektiosität sich vermehrt, dass aber seine extreme Hitzebeständigkeit Zweifel aufkommen lässt, ob es sich um Leben handeln könne.
Wegen einer Aufforstungsaktion wurde 1938 eine südschottische Schafherde aufgekauft, die nie Scrapie-Fälle hatte. In einem ersten Scrapie-Übertraungsexperiment inokulierte er davon subcutan fast 400 Schafe, einschließlich 120 Negativkontrollen, die je zur Hälfte nur Hirnsuspension gesunder Schafe oder nur Medium erhielten. Es erkrankten zahlreiche Schafe, die mit Hirn, Medulla und Rückenmark oder Milz Scrapie-infizierter Schafe inokuliert worden waren, aber es erkrankten nach längeren Inkubationszeiten auch 8 Negativkontrolltiere.
Als er mit Scrapie zu experientieren begann, gelangen dem Autor Scrapie-Übertragngen bei vielen Cheviot-Schafen, aber nur bei wenigen Welsh-Moutain-Schafen, deren Inkubationszeiten auch länger waren.
Ein Prof. Dr. H. Behrens nahm an dem Kongress teil und erklärte, dass mehr als 50 Jahre zuvor Scrapie in Deutschland weit verbreitet gewesen sei. Betroffen gewesen seien hauptsächlich Merino-Schafe in Zenral- und Ostdeutschland. Damals seien viele einzlene Tiere ud auch ganze Herden wegen der Krankheit geschlachtet worden. Inzwischen sei es aber in der damaligen Westzone und - so weit er wisse - auch in der Ostzone verschwunden.
SP englisch
PO England