Lerntext Ohr

Roland Heynkes, 15.10.2017

Auf dieser Seite sammle ich zum Nachlesen und Lernen, was ich bei meiner Unterrichts-Vorbereitung interessantes über das menschliche Ohr herausgefunden habe. Zur Einführung und als buchunabhängige Grundlage zeige ich gerne den Kurzfilm: "total phänomenal - Superohren", den man im Wissenspool von "planet schule" finden und sich ansehen kann, so oft man möchte.

Gliederung

zum Text Kurzfassung
zum Text Schallwellen
zum Text Was ist ein Ohr?
zum Text Unser Außenohr und die inneren Anteile unserer Ohren im Überblick
zum Text Wie das Mittelohr funktioniert
zum Text Wie das Innenohr im Prinzip funktioniert
zum Text Zu den Quellen
zum Text Die Entwicklung unserer Ohren
zum Text Außenohr, Trommelfell und Eustachische Röhre
zum Text die Mittelohr-Knöchelchen
zum Text Innenohr
zum Text Nichtknöcherne Anteile der Hörschnecke und des Gleichgewichtsorgans
zum Text Die Gänge der Hörschnecke
zum Text

Kurzfassung nach oben

Schallwellen erzeugen winzige Luftdruckschwankungen vor dem Trommelfell. Sie versetzen es in Schwingungen, weil es durch Drucksteigerungen eingedrückt und durch Druckminderungen herausgezogen wird.

Im Mittelohr übertragen drei Gehörknöchelchen die Schwingungen des Trommelfells auf das sehr viel kleinere ovale Fenster. Dadurch konzentrieren sich auf der großen Fläche gesammelten Kräfte und wirken auf der kleinen Fläche viel druckvoller. Der extrem leichte Stiel des Hammers ist mit dem Trommelfell verbunden und schwingt mit diesem mit. Die Schwingungen des Hammerstils drehen den Hammerkopf und mit ihm dreht sich auch der Kopf des Amboss, weil Hammer und Amboss an ihren Köpfen relativ fest miteinander verbunden sind. Weil aber der dünne Stiel des Amboss kürzer als der des Hammers ist, entsteht eine Hebelwirkung. Sie verstärkt zusätzlich den Druck, mit dem die gekrümmte Spitze des Ambossstiels den Steigbügel und dieser das ovale Fenster bewegt. Der Steigbügel bedeckt mit seiner ovalen Platte fast das gesamte ovale Fenster und stellt dadurch sicher, dass fast der gesamte Druck auf die Flüssigkeit in der Hörschnecke des Innenohrs übertragen wird.

Im Innenohr wandern nun Druck-Wellen mit unterschiedlichen Frequenzen durch den "oberen" Gang der Hörschnecke. An dessen Anfang schaffen es nur hohen Tönen entsprechende Druck-Wellen mit hohen Frequenzen, den mitteleren Gang und die darin befindlichen Hörsinneszellen in Schwingungen zu versetzen. Je weiter die Druck-Wellen in den oberen Gang der Hörschnecke eindringen, umso niedriger werden die Frequenzen, die den mittleren Gang in Schwingungen versetzen können. Deshalb werden die Hörsinneszellen am Anfang des Ganges nur durch die höchsten Töne bewegt, während die Hörsinneszellen am Ende des Ganges nur durch die tiefsten Töne bewegt werden.

Wenn die Härchen einer Hörsinneszelle bewegt werden, entsteht in ihr ein elektrisches Signal, welches durch Nervenzellen zum Gehirn transportiert und dort gemeinsam mit den Signalen von vielen anderen Hörsinneszellen zu einer Wahrnehmung verarbeitet wird.

Schallwellen nach oben

Während uns unsere Augen die Wahrnehmung elektromagnetischer Wellen mit Frequenzen ungefähr zwischen 3,8 •1014 und 7,9 • 1014 Hertz bzw. Wellenlängen etwa zwischen 380 nm (violett) und 780 nm (rot) ermöglichen, dienen unsere Ohren der Wahrnehmung von Schallwellen mit Frequenzen zwischen rund 20 und 20.000 Hertz. Während sich Licht auch und sogar besonders schnell im Vakuum ausbreiten kann, benötigen Schallwellen ein elastisches Medium (Gas, Flüssigkeit, Festkörper). Vor und zurück schwingende oder fliegende Teilchen geben Teile ihrer Bewegungsenergien an benachbarte Teilchen weiter. So werden Bewegungs-Impulse durch Stöße weitergeben. Ein Teilchen stößt ein anderes und das wiederum das nächste an, sodass der Impuls weiter getragen wird, während sich die Teilchen nur ein wenig hin und her bewegen. Das funktioniert am schnellsten in Festkörpern, wo die Teilchen direkt nebeneinander liegen. Langsamer breiten sich Schallwellen in Flüssigkeiten und noch langsamer in Gasen aus. So beträgt die Schallgeschwindigkeit bei 20°C in Luft 343, in Wasser 1484 und in Stahl rund 5900 Meter/Sekunde.

Schallwelle
Stimmgabel Schallwelle oder einfach Schall nennt man die wellenförmige Ausbreitung von Druckschwankungen in einem elastischen Medium, dessen schwingende (Festkörper oder Gase) oder fliegende (Gase) Teilchen, Bewegungs-Impulse durch Stöße weitergeben können. Ausgelöst werden Schallwellen durch schwingende Körper wie die Stimmgabel oder durch Explosionen.

Physikalisch betrachtet sind Schallwellen mechanische Deformationen, die sich durch ein elastisches Medium ausbreiten. Weil sich die Luftteilchen zeitversetzt vor und zurück bewegen, kommen sie sich dabei näher und entfernen sich wieder voneinander. So kommt es zu kleinsten Dichteschwankungen, die man auch Druckschwankungen nennen kann. Und diese Druckschwankungen breiten sich wellenförmig aus. Schallwellen sind also kleine Luftdruckschwankungen, die im Gegensatz zu den Luftteilchen vorwärts wandern. So erreichen Luftdruckschwankungen das Trommelfell und versetzen es in Schwingungen, weil es durch Drucksteigerungen eingedrückt und durch Druckminderungen herausgezogen wird.

Die folgenden Punkte simulieren eine Schallwelle, sobald man die Seite neu lädt:

--> Animation zur Veranschaulichung der Notwendigkeit einer großen Steigbügelfläche sich unabhängig bewegende Kreise Roland Heynkes, CC BY-NC-SA 4.0

Was ist ein Ohr? nach oben

Ohr nennt man in Zoologie und Medizin bei Menschen und anderen Tieren ein Sinnesorgan mit Sinneszellen zur Wahrnehmung von Umwelt-Reizen in Form von Schallwellen. Viele Lebewesen können Schall als Geräusche, Klänge, Töne oder Knall wahrnehmen.

Unser Außenohr und die inneren Anteile unserer Ohren im Überblick nach oben

Das folgende Schema zeigt die Einteilung unserer Ohren in Außenohr, Mittelohr und Innenohr. Das Außenohr sammelt mit Ohrmuschel und äußerem Gehörgang den Schall und leitet ihn zum Trommelfell, welches die Grenze zum Mittelohr darstellt und dieses nach außen abdichtet. Das Trommelfell übersetzt die Druckschwankungen der Luft in seine eigenen mechanischen Schwingungen, die durch die Mittelohrknöchelchen auf das ovale Fenster zwischen Mittelohr und Innenohr übertragen und dabei erheblich verstärkt werden.

Schema eines linken menschlichen Ohres nach oben
Einteilung unserer Ohren in Außenohr, Mittelohr und Innenohr
anonymer bayrischer Physiker, CC BY 2.5

Ohrenschmalz hält das Trommelfell elastisch und hemmt die Vermehrung von Bakterien. Außerdem nimmt es eingedrungene Schmutzteilchen mit, während es von winzigen Härchen nach außen transportiert wird. Stochern im Gehörgang kann den natürlichen Abtransport des Ohrenschmalzes behindern und vor allem leicht die empfindliche Haut des Gehörganges reizen, in Extremfällen sogar das Trommelfell verletzen. Weil eine gereizte Gehörgangshaut unangenehm juckt, verschlimmert sich das Problem oft durch weiteres Kratzen, bis nur noch eine Cortison-Salbe hilft.

Wie das Mittelohr funktioniert nach oben

Gäbe es das Mittelohr nicht, dann befände sich direkt hinter dem Trommelfell die relativ schwere Flüssigkeit des Innenohrs. Dessen träge Masse ließe dann einen großen Teil des Schalls einfach abprallen, so wie wir es vom Echo kennen, wenn Schallwellen auf massive Körper prallen. Den Effekt kann man im Schwimmbad oder in einer Badewanne ausprobieren, indem man untertaucht und die vorher lauten Geräusche nur noch leise hört, weil sie an der Wasseroberfläche abprallen. Im Gegensatz dazu würde man unter Wasser erzeugte Geräusche sehr gut hören, weil ja das Medium Wasser die Schallwellen sogar viel besser als Luft transportiert.

Damit die Schwingungen der Luftmoleküle ungestört das Trommelfell mitschwingen lassen können, muss außerdem der Luftraum hinter dem Trommelfell groß sein. Ansonsten würden starke Schwingungen des Trommelfells das Raumvolumen des Mittelohrs in relevantem Maße verändern und dadurch zu starke Luftdruckschwankungen verursachen, welche das Trommelfell bremsen würden. Deshalb ist das Mittelohr kein geschlossener Raum, sondern durch die Ohrtrompete (eustachische Röhre, Eustachi-Röhre, Eustachi'sche Röhre, Tuba auditiva Eustachii oder Tuba pharyngotympanica) mit dem Rachenraum verbunden.

Im Mittelohr liegt innen auf dem Trommelfell der Stiel des Hammers. Dessen dünner und hohler Stiel ist derart leicht, dass seine extrem geringe träge Masse das Trommelfell kaum stärker als Luft abbremst. Der Hammerkopf darf größer und schwerer sein, weil er sich nur etwas drehen muss. Ein größerer Hammerkopf erleichtert eine stabile Verbindung mit dem Amboss und den Bändern seiner Aufhängung. Eine größere Masse steigert die Stabilität seiner Lage. Aus den gleichen Gründen hat auch der Amboss einen dicken Kopf und einen dünnen Stiel. Die Schwingungen des Hammerstils drehen den Hammerkopf und mit ihm dreht sich auch der Kopf des Amboss, weil Hammer und Amboss an ihren Köpfen relativ fest miteinander verbunden sind. Das vom Trommelfell weg gebogene Ende des Ambossstiels ist durch ein winziges Gelenk mit dem Steigbügel genannten dritten Mittelohrknöchelchen verbunden, das schließlich die Vibrationen auf das ovale Fenster des Innenohrs überträgt.

Bei der Übertragung der Schwingungen der Luft auf die Flüssigkeiten des Innenohrs wird deren Druck durch das Mittelohr mit Hilfe dreier Effekte verstärkt:

  1. Weil das ovale Fenster mit 3,2 mm2 deutlich kleiner als das Trommelfell (55 mm2 - 64 mm2) ist, konzentrieren sich die vom Trommelfell gesammelten Kräfte auf dem ovalen Fenster. Dies führt zu einer massiven Verstärkung des Drucks, denn dadurch wirkt die gleiche Kraft auf eine viel kleinere Fläche und Druck ist gleich Kraft pro Fläche.
  2. Weil der Stiel des Amboss etwas kürzer als der Stiel des Hammers ist, schwingt er wie der kürzere Hebel einer Wippe auf einem kürzeren Weg mit größerer Kraft. Diese Hebelwirkung verstärkt zusätzlich den Druck, mit dem die gekümmte Spitze des Ambossstiels den Steigbügel und dieser das ovale Fenster bewegt.
  3. Die Schwingungen des Amboss werden auf das Steigbügel genannte dritte Mittelohrknöchelchen übertragen, dessen hintere Fläche fast das gesamte ovale Fenster bedeckt und so für eine optimale, nur eine Richtung erlaubende Kraftübertragung sorgt. So wird fast der gesamte Druck auf die Flüssigkeit in der Hörschnecke des Innenohrs übertragen. Die folgende Animation zeigt, was passieren würde, wenn das Ende des Steigbügels klein wäre oder wenn statt des breiten Steigbügels einfach das schlanke Ende des Amboss direkt auf das ovale Fenster drücken würde.

Animation zur Veranschaulichung der Notwendigkeit einer großen Steigbügelfläche konische Röhre obere animierte quadratische Bézier-Kurve mittlere animierte quadratische Bézier-Kurve untere animierte quadratische Bézier-Kurve zu kleiner Steigbügel korrekter Steigbügel ovales Fenster obere Verbindung als animierte quadratische Bézier-Kurve untere Verbindung als animierte quadratische Bézier-Kurve rundes Fenster bei richtigem Steigbügel rundes Fenster bei falschem Steigbügel Der Steigbügel muss das links blau gezeichnete runde Fenster fast komplett bedecken, damit der Druck fast vollständig in Richtung des rechts ebenfalls blau schwingenden runden Fensters weiter gegeben wird. Der grau gezeichnete, viel zu schmale Steigbügel bewirkt die rot gezeichnete Ausgleichsbewegung des ovalen Fensters und ein kaum schwingendes (rotes) rundes Fenster. Roland Heynkes, CC BY-NC-SA 4.0 Wenn dieser Satz angezeigt wird, dann kann der Browser keine inline-SVG anzeigen.

Wie das Innenohr im Prinzip funktioniert nach oben

Schema eines Querschnittes durch die Cochlea nach oben
Schema-Cochlea-Querschnitt
Oarih Ropshkow, CC BY-SA 3.0

Im Innenohr erzeugen die druckvollen Schwingungen des ovalen Fensters im rund 3 cm langen oberen Gang (Scala vestibuli, Vorhoftreppe) der Hörschnecke sogenannte Wanderwellen. Diese Druck-Wellen wandern nun mit unterschiedlichen Frequenzen durch den "oberen" Gang der Hörschnecke. Im Gegensatz zu einer stehenden Welle transportieren sie die Schwingungen in nur eine Richtung vom ovalen Fenster durch den oberen Gang bis zu dessen Ende, wo sie in den unteren Gang (Scala tympani, Paukentreppe) übergehen. Durch den unteren Gang laufen die Wanderwellen bis zum runden Fenster, das die Schwingungen in das luftgefüllte Mittelohr ableitet. Während diese Wanderwellen den oberen Gang entlang wandern, üben sie Druck auf seine Wände aus, die aber oben und an den Seiten von festem Knochen umgeben sind. Nur auf der Unterseite des oberen Ganges befindet sich eine dünne Membran, die sogenannte Reissner-Membran zwischen dem oberen und dem mitteleren Gang (Scala media, Ductus cochlearis, Schneckengang). Aber auch eine dünne Membran wird durch einseitigen Druck nur bewegt, wenn sich hinter ihr ein bewegliches Medium befindet, welches zurückweichen kann. Und die einzige Möglichkeit eines Zurückweichens in der mit praktisch nicht komprimierbarer Flüssigkeit gefüllten Schnecke bietet das runde Fenster am Ende des unteren Ganges. Also muss sich der Druck durch den mittleren Gang und durch die Basilarmembran in den unteren Gang fortpflanzen, dessen Flüssigkeit dann zum runden Fenster hin ausweichen kann. So einfach ist das aber nicht, denn es geht hier nicht um die simple Weitergabe von Druck, sondern um schnelle Druckschwankungen. Dementsprechend müsste die Basilarmembran in der gleichen Frequenz mitschwingen. Aber wie jede gespannte Gitarrenseite hat auch die Basilarmembran an jeder Stelle eine ganz bestimmte Eigenfrequenz und kann nur durch diese Frequenz zum Mitschwingen angeregt werden. Die folgende Animation deutet die sich von links nach rechts ändernden Schwingungseigenschaften der Basilarmembran an:

Animation zur Veranschaulichung der Notwendigkeit einer großen Steigbügelfläche sich unabhängig bewegende Kreise Roland Heynkes, CC BY-NC-SA 4.0

Man kann sich das vorstellen wie zwei Schaukeln mit unterschiedlich langen Seilen oder unterschiedlich schweren Kindern, die man anstoßen möchte. Damit die Kinder ordentlich Schwung gewinnen, muss die Schaukel mit den kürzeren Seilen oder dem leichteren Kind in kürzeren Abständen (mit einer höheren Frequenz) angeschoben werden als die Schaukel mit den längeren Seilen oder dem schwereren Kind. Schubst man die Schaukeln etwas zu früh oder etwas zu spät an, dann wird sie nicht maximal beschleunigt, sondern im Extremfall sogar gebremst. Die Basilarmembran der Hörschnecke kann man vergleichen mit einer langen Reihe von rund 3500 Schaukeln mit Seilen, die von ovalen Fenster aus immer länger werden. Denn an ihrem Anfang ist sie schmal und straff gespannt und in Richtung Ende wird sie immer breiter sowie lockerer. Deshalb können direkt hinter dem ovalen Fenster nur hohen Tönen entsprechende Druck-Wellen mit hochfrequenten Druckschwankungen die Basilarmembran zum Mitschwingen angeregen, während die tiefsten für uns hörbaren Töne mit ihren relativ niedrigen Frequenzen nur das Ende der Basilarmembran in Schwingungen versetzen. Wo die Basilarmembran schwingt, da versetzt sie auch den mitteleren Gang und die darin befindlichen Hörsinneszellen in Schwingungen. Je weiter die Druck-Wellen in den oberen Gang der Hörschnecke eindringen, umso niedriger werden die Frequenzen, die den mittleren Gang in Schwingungen versetzen können. Deshalb werden die Hörsinneszellen am Anfang des Ganges nur durch die höchsten Töne bewegt, während die Hörsinneszellen am Ende des Ganges nur durch die tiefsten Töne bewegt werden.

Ein Video des Howard Hughes Medical Institute (noch einmal in einem anderen Format) deutet an, wie Schwingungen verschiedener Frequenzen an unterschiedlichen Stellen die Basilarmembran der Hörschnecke zum Mitschwingen anregen.

Natürlich ist die Sache in Wirklichkeit noch sehr viel komplizierter, weil im Corti-Organ die äußeren Haarzellen durch aktives Mitschwingen die Schwingungen noch erheblich verstärken, aber im Prinzip können wir unterschiedliche Tonhöhen unterscheiden, weil jede Tonhöhe nur eine bestimmte Stelle der Basilarmembran zum Schwingen anregt. Dabei bewegen sich die Tektorialmembran und das Corti-Organ aneinander vorbei und die Scherkräfte verbiegen die Härchen auf den inneren Hörsinneszellen. Das Verbiegen der Härchen streckt die umliegende Membran der Sinneszelle und öffnet dadurch Ionenkanäle. Das erzeugt ein elektrisches Signal, welches durch den Hörnerv zum Gehirn transportiert wird.

Zu den Quellen nach oben

Sieht man sich im World Wide Web die vielen Darstellungen des Sinnesorgans Ohr an, dann fallen gravierende Diskrepanzen auf. Möglicherweise wurde da doch etwas zu oft und zu ungenau von Anderen abgezeichnet. Weil man nur bei genauer Kenntnis der Strukturen auch deren Funktionen wirklich verstehen kann, bevorzuge ich Videos, Animationen, Photographien oder detaillierte Zeichnungen und Modelle von echten Präparaten, Röntgenaufnahmen oder Magnetresonanztomographien (MRT). Um mir selbst immer ein möglichst genaues Bild zu machen, verwende ich meine zahlreichen Anatomiebücher und kopiere aus dem Internet alles was ich finde. Aber für meine Internetseiten kann ich natürlich nur Darstellungen verwenden, bei denen das lizenzfrei erlaubt ist. Eine besonders wichtige Quelle ist für mich deshalb das 1918 veröffentlichte Buch: "Anatomy of the Human Body" von Henry Gray, dessen Copy Right längst abgelaufen ist. Ab der Seite 1029 beschäftigt sich dieses Standardwerk mit den Ohren. Das elektronische non-profit-Textarchiv Bartleby.com von Steven H. van Leeuwen hat die alten Zeichnungen optimiert und bietet sie für nichtkommerzielle Zwecke kostenlos in der besten Qualität an. Deshalb verwende ich im folgenden seine Darstellungen ab Seite 228.

Noch besser als anatomische Zeichnungen sind natürlich MRT-Aufnahmen, weil sie die Knochen und sogar die weichen Gewebe unbeschädigt sowie in der korrekten räumlichen Anordnung zeigen und weil ihre Daten eine räumliche (3D) Darstellung oder Animation erlauben. Solche MRT-Aufnahmen stellte beispielsweise Dr. O.W. Henson Jr. und Dr. Miriam Henson von der University of North Carolina at Chapel Hill für Unterrichtszwecke kostenlos zur Verfügung. Allerdings können mit diesen Aufnahmen nur Fachleute etwas anfangen. Glücklicherweise wurden diese wertvollen Daten von den Doktoren W. Robert J. Funnell, Sam Daniel und Daren Nicholson an der McGill University im kanadischen Montreal in fantastische 3D-Modelle überführt und unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-SA 1.0 für nicht kommerzielle Zwecke ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt. Installiert man auf dem eigenen Rechner einen VRML viewer, dann kann man sie mit der Maus sogar beliebig drehen. Besser geht es nicht! Und wer beim Spielen mit diesen Strukturen ein gesteigertes Interesse an deren Funktionen entwickelt, findet wissenswertes auf diesen McGill-Seiten in einem Tutorial, das auch schöne zweidimensionale Darstellungen enthält.

Mittel- und Innenohr sowie Bogengänge des Gleichgewichtsorgans
Im großen Feld über diesem Text sind im WRL-Format aus dem Tutorial 3D Ear geladene Koordinaten eingebunden. Sie konnten angezeigt und bewegt werden, wenn im Browser ein Plugin (Ergänzungsmodul) wie "Cosmo Player", "Cortona3D Viewer" oder "BS Contact" eingebunden war. Bei mir funktioniert das inzwischen leider alles nicht mehr. Es soll auch spezielle Browser geben, die selbst WRL-Dateien anzeigen können. Bei mir funktioniert nur noch einigermaßen die Anzeige der wrl-Datei außerhalb eines Browsers mit den für den Privatgebrauch kostenlosen Programmen Octaga-Player und FreeWRL.

Die Entwicklung unserer Ohren nach oben

Die Entwicklung unserer Ohren beginnt praktisch gleichzeitig mit der Entstehung des Gehirns. Die folgende Zeichung aus dem 1918 veröffentlichten Buch: "Anatomy of the Human Body" von Henry Gray zeigt einen Schnitt durch einen erst 12 Tage alten menschlichen Embryo. Man erkennt deutlich die beiden seitlichen Einbuchtungen, aus denen sich die Ohren entwickeln werden.

Der Beginn der Entwicklung der menschlichen Ohren bei einem 12 Tage alten Embryo nach oben
Beginn der Entwicklung der menschlichen Ohren
  • Cavity of hind-brain = Hohlraum im hinteren Teil des gerade entstehenden Hirns
  • Auditory pit = die Stelle, an der die Ohren entstehen
  • Ectoderm = das erste und äußere Keimblatt des Embryoblasten. Es ist die nach der Gastrulation außen liegende Zellschicht, die sich später einstülpt (Neurulation = Beginn der Entwicklung des Nervensystems). Die eingestülpte Zellschicht bildet das embryonale Mesoderm und später das Zentralnervensystem.
  • Notochord = Chorda dorsalis
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000.

Die folgenden Zeichnungen zeigen die Entwicklung von Gleichgewichtssinnesorgan und Hörschnecke, während ein Embryo von 4,8 mm über 6,6 mm, 9 mm, 18 mm und 20 mm auf 30 mm Länge anwächst.

Entwicklung von Gleichgewichtssinnesorgan und Hörschnecke in seitlicher Ansicht nach oben
in 4,8 mm, 6,6 mm, 9 mm, 18 mm, 20 mm oder 30 mm langen menschlichen Embryonen
Entwicklung von Gleichgewichtssinnesorgan und Hörschnecke in seitlicher Ansicht
Neural tube = Neuralrohr = erste Entwicklungsstufe des Zentralnervensystems der Chordatiere, zu denen Menschen und die anderen Wirbeltiere gehören, Endolymphe = kaliumreiche Flüssigkeit in den drei Bogengängen des Gleichgewichtsorgans und der inneren Kammer der Hörschnecke, lateral groove = seitliche Grube, Vestib. pouch = vestibular pouch = Tasche, aus der sich das Gleichgewichtsorgan entwickelt, Cochlea pouch = Tasche, aus der sich die Cochlea (Hörschnecke) entwickelt, d. sc. lat. = ductus semicircularis lateralis = seitlicher Bogengang, d. sc. post. = ductus semicircularis posterior = hinterer Bogengang, d. sc. sup. = ductus semicircular superior/anterior = oberer/vorderer Bogengang, Coch. oder Cochlea = Höhrschnecke, duct. endolymph. = Ductus endolymphaticus = ein zum Saccus endolymphaticus führender Gang, der sich zwischen Gleichgewichtsorgan und Hörschnecke aus dem Sacculus ausstülpt, sac. endol. = Saccus endolymphaticus, der anscheinend ständig die Endolymphe erneuert und an der Bekämpfung von Krankheitserregern beteiligt sein könnte, utric. = Utriculus = Höhle mit einem der beiden Makulaorgane zur Registrierung von Linearbeschleunigungen, sacc. = Sacculus = Höhle mit einem der beiden Makulaorgane zur Registrierung von Linearbeschleunigungen, sinus utr. lat. = sinus utriculi lateralis = seitliche Ausbuchtung des Utriculus, crus = crus commune = Vereinigung des vorderen und des hinteren Bogengangs
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000.

Man erkennt an der roten Farbe die Nerven, die Informationen vom Gleichgewichtsorgan zum Gehirn bringen. Gelb gefärbt ist der Hörnerv.

Entwicklung von Gleichgewichtssinnesorgan und Hörschnecke von der Kopfmitte aus betrachtet nach oben
in 6,6 mm, 9 mm, 11 mm, 18 mm, 20 mm oder 30 mm langen menschlichen Embryonen
Entwicklung von Gleichgewichtssinnesorgan und Hörschnecke von innen betrachtet
Endolymphe = kaliumreiche Flüssigkeit in den drei Bogengängen des Gleichgewichtsorgans und der inneren Kammer der Hörschnecke, lateral groove = seitliche Grube, Vestib. pouch = vestibular pouch = Tasche, aus der sich das Gleichgewichtsorgan entwickelt, Cochlea pouch = Tasche, aus der sich die Cochlea (Hörschnecke) entwickelt, d. sc. lat. = ductus semicircularis lateralis = seitlicher Bogengang, d. sc. post. = ductus semicircularis posterior = hinterer Bogengang, d. sc. sup. = ductus semicircular superior/anterior = oberer/vorderer Bogengang, Coch. oder Cochlea = Höhrschnecke, duct. endolymph = Ductus endolymphaticus = ein zum Saccus endolymphaticus führender Gang, der sich zwischen Gleichgewichtsorgan und Hörschnecke aus dem Sacculus ausstülpt, sac. endol. = Saccus endolymphaticus, der anscheinend ständig die Endolymphe erneuert und an der Bekämpfung von Krankheitserregern beteiligt sein könnte, utric. = Utriculus = Höhle mit einem der beiden Makulaorgane zur Registrierung von Linearbeschleunigungen, sacc. = Sacculus = Höhle mit einem der beiden Makulaorgane zur Registrierung von Linearbeschleunigungen, sinus utr. lat. = sinus utriculi lateralis = seitliche Ausbuchtung des Utriculus, crus = crus commune = Vereinigung des vorderen und des hinteren Bogengangs, reuniens = Ductus reuniens = dünner Verbindungsgang zwischen Ductus cochlearis (Schneckengang oder Scala media) und dem Sacculus, der wiederum mit Ductus endolymphaticus und Saccus endolymphaticus verbunden ist
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000

Außenohr, Trommelfell und Eustachische Röhre nach oben

Die folgende Zeichnung zeigt das Außenohr, das Trommelfell (Tympanic membrane) mit dem Hammer und die Eustachische Röhre (auditory tube), die das Mittelohr mit dem oberen Teil des Rachens verbindet und für einen Druckausgleich sorgt, damit das Trommelfell immer frei schwingen kann. Ohne die Eustachische Röhre wären wir schwerhörig, aber durch sie können Krankheitserreger ins Mittelohr gelangen und schmerzhafte Mittelohrentzündungen verursachen.

anatomische Zeichnung eines Schnittes durch ein menschlichen Ohr nach oben
anatomische Zeichnung eines Schnittes durch ein menschlichen Ohr
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
auditory tube = Eustachische Röhre, Tympanic membrane = Trommelfell, Malleus = Hammer, Incus = Amboss, Tympanic cavity = Paukenhöhle, Tensor tympani = Musculus tensor tympani (zieht den Hammer nach innen und spannt das Trommelfell nach Blasen gegen das Auge), Nasal part of pharynx = Nasophyrynx = oberen Teil des Rachens

Die folgende Zeichnung schaut von außen auf das Trommelfell. Durch das Trommelfell hindurch sieht man den Stiel des Mittelohrknöchelchens, das man Hammer nennt und das auf dem Trommelfell aufliegt.

Blick durch den Gehörgang auf das Trommelfell nach oben
Blick durch den Gehörgang auf das Trommelfell
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
Manubrium of malleus = Stiel des Hammers

Die folgende Zeichnung schaut von innen aus dem Mittelohr auf das Trommelfell. Auf dem Trommelfell liegt der Stiel des Hammers, dessen Kopf hier abgeschnitten ist.

Blick vom Mittelohr auf das Trommelfell nach oben
Blick vom Mittelohr auf das Trommelfell
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
Manubrium of malleus = Stiel des Hammers

Die folgende Zeichnung zeigt von innen aus dem Mittelohr auf den diesmal vollständigen Hammer auf dem Trommelfell. In dieser Zeichnung fehlt der Amboss, aber man sieht die Knochen-Strukturen und oben ein Band der Aufhängung des Hammers.

Blick vom Mittelohr auf das Trommelfell und den vollständigen Hammer nach oben
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
Handle of malleus = Stiel des Hammers, Neck of malleus = Hals des Hammers, Head of malleus = Kopf des Hammers, superior ligament of malleolus = oberes Band zur Aufhängung des Hammers, anterior ligament an anterior process of malleolus = vorderes Band zur Aufhängung des Hammers und dessen vorderer Sporn, tense portion of membrana tympani = gespannter Teil des Trommelfells, eustachian tube = eustachische Röhre

die Mittelohr-Knöchelchen nach oben

Nähere Angaben zur Orientierung fehlen leider, aber mir scheint die folgende Zeichnung von außen auf das rechte Trommelfell (Membrana tympani) zu schauen. Hinter dem angeschnittenen Trommelfell sieht man, dass der Amboss nicht hinter oder unter dem Hammer liegt, sondern fest mit diesem verbunden neben dem Hammer. Der Hammer klopft also nicht auf den Amboss, sondern dreht diesen einfach mit. Nach rechts unten zeigend sieht man gut den zweiten langen Fortsatz des Hammers, den es zumindest nicht bei jedem Menschen gibt. Entweder haben verschiedene Menschen so unterschiedliche Knochen, oder der Zeichner hat vielleicht den dort verlaufenden Nerv mit einem Knochensporn verwechselt. Ausgerichtet ist der gezeigte Schnitt entlang der Eustachischen Röhre und dem Muskel (Tensor tympani), der den Hammer bremst und das Trommelfell spannt. Das soll allerdings nicht zum Schutz vor zu lauten Geräuschen geschehen, sondern beispielsweise dann, wenn einem Menschen in ein Auge geblasen wird.

anatomische Zeichnung eines Schnittes durch eustachische Röhre nach oben
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
tube = Eustachische Röhre, Membrana tympani = Trommelfell, Incus = Amboss, Tensor tympani = Musculus tensor tympani (zieht den Hammer nach innen und spannt das Trommelfell nach Blasen gegen das Auge), glenoid fossa = Kiefergelenk, styloid process = Processus styloideus = Griffelfortsatz

Die folgende Zeichnung zeigt den Hammer des linken Ohres vom Hinterkopf (A) aus und von der Kopfmitte (B) aus. Oben links sieht man den Kopf des Hammers mit der nach hinten gerichteten Gelenkfläche, die den Hammer mit dem hinter ihm liegenden Amboss verbindet. Diese Verbindung ist bei hohen Frequenzen weitgehend starr, während sie bei Frequenzen unterhalb von 50-60 Herz ähnlich einer Reibungskupplung anfängt zu rutschen. Dies dient vermutlich dem Schutz vor zu lauten tiefen Tönen.

anatomische Zeichnung des linken Hammers von hinten (A) und von der Mitte (B) aus betrachtet nach oben
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
Head = oben liegender Kopf des Hammers, Facet for incus = nach hinten gerichtete Gelenkfläche für die Verbindung mit dem Amboss, Neck = Nacken, Lateral process = zur Kopfaußenseite zeigender seitlicher Fortsatz, Anterior process = vorderer Fortsatz, Manubrium = nach unten weisender Hammergriff

Die folgende Zeichnung zeigt den Amboss des linken Ohres von innen (A) und von vorne (B). Vergleicht man die Zeichnungen von Hammer und Amboss und bedenkt dabei die Orientierungen, dann kann man sich ihre Lage einigermaßen vorstellen.

anatomische Zeichnung des linken Amboss von innen (A) und von vorne (B) aus betrachtet nach oben
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
short crus = kurzer, dicker und zum Hinterkopf zeigender Schenkel des Amboss, long crus = langer, schlanker und nach unten zeigender Schenkel des Amboss, Facet for malleus = nach vorne gerichtete Gelenkfläche für die Verbindung mit dem Hammer, Lenticular process = nach innen zur Kopfmitte weisender linsenförmiger Fortsatz am langen Schenkel des Amboss, der ein Gelenk mit dem Steigbügel bildet

Die folgende Zeichnung zeigt den Steigbügel des linken Ohres von innen (A) und von innen (B). Vergleicht man die Zeichnungen von Hammer und Amboss und bedenkt dabei die Orientierungen, dann kann man sich ihre Lage einigermaßen vorstellen.

anatomische Zeichnung des linken Steigbügels von hinten (A) und von innen (B) aus betrachtet nach oben
Steigbügel
  • Head = Gelenkpfanne für die Verbindung mit dem Amboss
  • Anterior crus = vorderer/oberer Schenkel
  • Posterior crus = hinterer/unterer Schenkel
  • Base = mit dem ovalen Fenster verbundene Basis des Steigbügels
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000

Das folgende Schema aus der Doktorarbeit von Michael Lauxmann (Nichtlineare Modellierung des Mittelohrs und seiner angrenzenden Strukturen, Seite 90)) ordnet die zuvor einzelne gezeigten drei Mittelohr-Knöchelchen in ihren korrekten räumlichen Positionen an.

Schema der räumlichen Anordnung der drei Knöchelchen im linken Mittelohr nach oben
Lauxmann-Zeichnung
Dieses Schema aus der Doktorarbeit von Michael Lauxmann (Nichtlineare Modellierung des Mittelohrs und seiner angrenzenden Strukturen, Seite 90) zeigt die räumliche Anordnung der drei Knöchelchen im menschlichen Mittelohr auf der linken Seite von innen und auf der rechten Bildseite von vorne.

Das folgende Schema zeigt die Schwingungen der drei Mittelohr-Knöchelchen des linken Ohres von vorne betrachtet.

Schema der Mittelohrschwingungen nach oben
Mittelohrschwingungen
  • Braun gefärbt ist der Hammer,
  • der Amboss ist rötlicher und
  • der Steigbügel violett.

Die folgende Zeichnung zeigt die drei Mittelohr-Knöchelchen des rechten Ohres von vorne.

anatomische Zeichnung der drei Mittelohr-Knöchelchen des rechten Ohres von vorne betrachtet nach oben
Mittelohrknochen
  • Malleus = Hammer
  • Incus = Amboss
  • Stapes = Steigbügel
  • Cavity of Tymp = eustachische Röhre
  • Membrana tympani = Trommelfell
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000

Bei den meisten Frequenzen rotieren Hammer und Amboss nicht einfach um eine feste Rotationsachse, sondern bei höheren Frequenzen verschiebt sich die Hauptrotationsachse vom unteren Rand des Hammer-Amboss-Gelenks zunehmend in Richtung Hammergriffende und die Rotationsbewegung ist in frequenzabhängig unterschiedlichem Maße gemischt mit einer Vor- und Rückwärtsbewegung (W.F.Decraemer, S.M.Khanna, W.R.Funnell - Malleus vibration mode changes with frequency - Hearing Research 1991 Aug; 54(2): 305-18).

Bei niedrigen Frequenzen sind Hammer und Amboss fest miteinander verbunden und haben eine gemeinsame Rotationsachse etwa auf der Linie zwischen ihren Aufhängungen, während bei höheren Frequenzen die Achse wandert und die Verbindung im Gelenk beweglicher wird (W.F.Decraemer, O.de La Rochefoucauld, W.R.J.Funnell, E.S.Olson - Three-Dimensional Vibration of the Malleus and Incus in the Living Gerbil - Journal of the Association for Research in Otolaryngology, August 2014, Volume 15, Issue 4, pp 483-510 und Nima Maftoon, W. Robert J. Funnell, Sam J. Daniel and Willem F. Decraemer - Experimental Study of Vibrations of Gerbil Tympanic Membrane with Closed Middle Ear Cavity - Journal of the Association for Research in Otolaryngology, Aug 2013; 14(4): 467-481).

Die folgenden beiden Bilder sind allem bisher gezeigten klar überlegen, obwohl ihre Auflösung geringer ist. Die Formen und vor allem die Positionen der Strukturen sind nämlich besonders verlässlich, weil sie durch die Animation von Daten entstanden, die durch Magnetresonanztomographie vom intakten Mittelohr eines Menschen gewonnen wurden. Hier kann also nichts verrutscht sein, wie es bei der Freilegung einer Struktur für eine Zeichnung leicht passieren kann. Deshalb kann ich erst aufgrund dieser Bilder und der Animation sicher sein, dass der Amboss tatsächlich einen kürzeren Hebel bildet

Trommelfell und Mittelohrknöchelchen des linken Ohres nach oben
Trommelfell und Mittelohrknöchelchen des linken Ohres von vorne Trommelfell und Mittelohrknöchelchen des linken Ohres von hinten
Roland Heynkes, CC BY-NC-SA 4.0,
mit Hilfe des Modells von Funnell, Daniel und Nicholson und dem Cortona VRML Viewer.
Man sieht links von der Stirn und rechts vom Hinterkopf aus auf die Mittelohrknöchelchen des linken Ohres.

Natürlich kommen selbst diese Bilder nicht an die oben erwähnten 3D-Modelle heran, die man mit der Maus beliebig drehen und von allen Seiten betrachten kann.

Innenohr nach oben

Nachdem man die modernen 3D-Animationen gesehen hat, kann man sich natürlich fragen, wozu man sich noch die alten Zeichnungen antun soll. Aber ein Vergleich zeigt, dass die Zeichnungen Details zeigen, die den Animationen fehlen. Zunächst ist aber noch einmal der Vorteil der Animation gefragt. Weil die Daten durch Magnetresonanztomographie an einem intakten Kopf gewonnen wurden, kann man von einer korrekten Anordnung aller Teile innerhalb der gezeigten Struktur ausgehen. Weniger sicher ist, dass auch die Orientierung innerhalb des Kopfes wirklich korrekt dargestellt wird. Ich habe das Modell so ausgerichtet, dass Oben und Unten eine senkrechte sowie Vorne und Hinten eine waagerechte Linie bildeten. Sollten die Raumrichtungsangaben im Modell korrekt sein, dann müsste man das Innenohr genau in der auf dem Bild gezeigten Lage sehen, wenn man genau von der Seite in einen gerade gehaltenen Kopf hinein schauen könnte. Demnach wäre die Lage der drei Bogengänge eine etwas andere als in den anatomischen Zeichnungen und in vielen Schemata dargestellt. Aber zumindest die anatomischen Zeichnungen beanspruchen ja auch gar keine korrekte Darstellung der Lage im Kopf.

räumliche Orientierung des linken Ohrs im Kopf von vorne gesehen nach oben
Bogengaenge-Schnecke-lateral
  • Sup = superior = oben
  • Med = medial = zur Kopfmitte zeigend
  • Ant = anterior = nach vorne zeigend
  • Lat = lateral = zur Kopfseite zeigend
  • Inf = inferior = unten liegend
  • gelb = Hörnerv und Nerv für das Gleichgewichtsorgan
  • weiß = Sehnen zu Hammer und Steigbügel
  • grau = Trommelfell
Roland Heynkes, CC BY-NC-SA 4.0,
mit Hilfe des Modells von Funnell, Daniel und Nicholson und dem Cortona VRML Viewer.

Leider kann man nicht in die Hörschnecke hinein sehen. Man sieht aber, dass es bei der gezeigten Lage eigentlich keinen oberen Gang geben kann.

räumliche Orientierung von Bogengaengen und Schnecke von der Seite betrachtet nach oben
Bogengaenge-Schnecke-lateral
  • orange = Superior (Anterior) Semicircular Canal
  • grün = Lateral Semicircular Canal
  • rot = Posterior Semicircular Canal
  • Lat = Lateral = zur Kopfseite zeigend
Roland Heynkes, CC BY-NC-SA 4.0,
mit Hilfe des Modells von Funnell, Daniel und Nicholson und dem Cortona VRML Viewer.

Die folgende anatomische Zeichnung zeigt das Innenohr und das meistens dazu gerechnete Gleichgewichtsorgan. Direkt darunter sehen wir ein Schema der gleichen Struktur, jedoch mit alternativen Bezeichnungen und eher aus dem Inneren dessen, was uns die Zeichnung zeigt.

anatomische Zeichnung des Innenohrs nach oben
Innenohr
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
superior canal = oberer/vorderer Bogengang, posterior canal = hinterer Bogengang, lateral canal = seitlicher Bogengang, Common crus = Vereinigung des vorderen und des hinteren Bogengangs, Ampulla = Ampullen mit Sinneszellen für die Registrierung von Neigungen und Drehungen des Kopfes, Vestibule = Vestibulum = Eingangsbereich oder Vorhof der Cochlea und der Bogengänge, Vestibular fenestra = ovales Fenster, Cochlea = Hörschnecke, cochlear fenestra = rundes Fenster
Schema der räumlichen Anordnung der Strukturen des Innenohrs
Innenohr von innen
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
superior semicircular duct = oberer/vorderer Bogengang, posterior semicircular duct = hinterer Bogengang, external semicircular duct = seitlicher Bogengang, common canal = Vereinigung des vorderen und des hinteren Bogengangs, Ampulla = Ampullen mit Sinneszellen für die Registrierung von Neigungen und Drehungen des Kopfes, Utricule = Utriculus = Höhle mit einem der beiden Makulaorgane zur Registrierung von Linearbeschleunigungen, Saccule = Sacculus = Höhle mit einem der beiden Makulaorgane zur Registrierung von Linearbeschleunigungen, Ductus endolymphaticus = ein zum Saccus endolymphaticus führender Gang, der sich zwischen Gleichgewichtsorgan und Hörschnecke aus dem Sacculus und dem Utriculus ausstülpt, Canalis reuniens = Ductus reuniens = dünner Verbindungsgang zwischen Ductus cochlearis (Schneckengang oder Scala media) und dem Sacculus, der wiederum mit Ductus endolymphaticus und Saccus endolymphaticus verbunden ist, Ductus cochlearis = Scala media = mit Endolymphe gefüllter mittlerer Gang der Hörschnecke (Cochlea)

Mit der folgenden Zeichnung blicken wir in die Innenräume der Bogengänge, Kammern und der Hörschnecke. Dabei fehlt allerdings der Ductus cochlearis, der in dieser Zeichnung wohl Scala media heißen würde.

das Innenohr von innen nach oben
Innenohr von innen
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
semicircular canal superior = oberer/vorderer Bogengang, semicircular canal posterior = hinterer Bogengang, semicircular canal lateral = seitlicher Bogengang, Crus commune = Vereinigung des vorderen und des hinteren Bogengangs, Ampulla = Ampullen mit Sinneszellen für die Registrierung von Neigungen und Drehungen des Kopfes, Cochlea = Hörschnecke, Cochlear fenestra = rundes Fenster, Scala vestib. = Scala vestibuli (Vorhoftreppe) = vom ovalen Fenster bis zur Spitze der Hörschnecke ziehender oberer Gang der Hörschnecke, Scala tympani (Paukentreppe) = der vom Ende der Schnecke zum runden Fenster ziehende untere Gang der Hörschnecke, Lamina spiralis ossea = ein die Scala media von der Scala tympani trennendes spiraliges Knochenblatt, Orifice of aquaeductus cochleae = Öffnung (Orifice) eines feinen Ganges (aquaeductus cochleae), durch den die Perilymphe der Scala tympani (Paukentreppe) in den Spalt (Subarachnoidalraum) zwischen Pia mater (Bindegewebe direkt auf Hirn und Rückenmark) und Arachnoidea mater (wicher Hirnhaut) fließen kann, Recessus ellipticus = den Utriculus aufnehmende, ovale Vertiefung im oberen Teil der Wand des Vestibulum labyrinthi, Recessus sphaericus = eine kleine, den Sacculus aufnehmende und durch kleine Löcher Nerven durchlassende Nische in der zur Körpermitte ausgerichteten Wand des Vestibulum labyrinthi, Orifice of aquaeductus vestibuli = eine den Ductus endolymphaticus und eine Vene durchlassende Öffnung im bis zur hinteren Oberfläche des Schädelbodens unter dem Ohr reichenden hinteren Teil der zur Körpermitte ausgerichteten Wand des Vestibulum labyrinthi, Fossa cochlearis = ein kleiner, durchlöcherter Bereich in der zur Körpermitte ausgerichteten Wand des Vestibulum labyrinthi, durch den Nervenfasern zur Cochlea und zum Gleichgewichtsorgan ziehen.

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anatomische Zeichnung eines Schnittes durch unseren härtesten Knochen und die darin befindliche Hörschnecke nach oben
Innenohr von innen
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
Helicotrema = Ort in der Schneckenspitze (Apex cochlearis) der Hörschnecke (Cochlea), wo die Paukentreppe (Scala tympani) in die Vorhoftreppe (Scala vestibuli) übergeht, Lamina spiralis ossea = ein die Scala media von der Scala tympani trennendes spiraliges Knochenblatt, Tympanic cavity = Paukenhöhle, Vestibular fenestra = ovales Fenster, Recessus sphaericus = eine kleine, den Sacculus aufnehmende und durch kleine Löcher Nerven durchlassende Nische, Fossa cochlearis = ein kleiner, durchlöcherter Bereich in der zur Körpermitte ausgerichteten Wand des Vestibulum labyrinthi, durch den Nervenfasern zur Cochlea und zum Gleichgewichtsorgan ziehen, Lateral semicircular canal = seitlicher Bogengang, Vestibule = Vestibulum = Eingangsbereich oder Vorhof der Cochlea und der Bogengänge, Posterior semicircular canal = Öffnung zum hinteren Bogengang, Aquaeductus vestibuli = eine den Ductus endolymphaticus und eine Vene durchlassende Öffnung, internal acoustic meatus = meatus acusticus internus = ein von den Hör- und Gleichgewichtsnerven und der Labyrinth-Arterie durchzogener Kanal zwischen Mittel- und Innenohr (auf jeder Seite des Schädels) im besonders dichten und harten Teil der Schädelknochen, die unsere Hörorgane umgeben, Scala tympani = Paukentreppe = der vom Ende der Schnecke zum runden Fenster ziehende untere Gang der Hörschnecke, Scala vestibuli = Vorhoftreppe = vom ovalen Fenster bis zur Spitze der Hörschnecke ziehender oberer Gang der Hörschnecke, Cochlea = Höhrschnecke (Vielleicht ist auch der Ductus cochlearis = Scala media gemeint.)

Nichtknöcherne Anteile der Hörschnecke und des Gleichgewichtsorgans nach oben

Die beiden folgenden, anscheinend von G. Retzius angefertigten Zeichnungen zeigen die membranösen Strukturen des Gleichgewichtsorgans und der Hörschnecke.

Nichtknöcherne Anteile der Hörschnecke und des Gleichgewichtsorgans
Nichtknöcherne Anteile der Hörschnecke und des Gleichgewichtsorgans
Membransystem des rechten menschlichen Labyrinths von seitlich-vorne betrachtet (G. Retzius) Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
1. Lateral semicircular canal; 1' its ampulla; 2. Posterior canal; 2' its ampulla; 3. Superior canal; 3' its ampulla; 4. Conjoined limb of superior and posterior canals (sinus utriculi superior); 5. Utricle; 5' Recessus utriculi; 5" Sinus utriculi posterior; 6. Ductus endolymphaticus; 7. Canalis utriculosaccularis; 8. Nerve to ampulla of superior canal; 9. Nerve to ampulla of lateral canal; 10. Nerve to recessus utriculi (in Fig. 925, the three branches appear conjoined); 10' Ending of nerve in recessus utriculi; 11. Facial nerve; 12. Lagena cochleæ; 13. Nerve of cochlea within spiral lamina; 14. Basilar membrane; 15. Nerve fibers to macula of saccule; 16. Nerve to ampulla of posterior canal; 17. Saccule; 18. Secondary membrane of tympanum; 19. Canalis reuniens; 20. Vestibular end of ductus cochlearis; 23. Section of the facial and acoustic nerves within internal acoustic meatus (the separation between them is not apparent in the section) (G. Retzius.)
Nichtknöcherne Anteile der Hörschnecke und des Gleichgewichtsorgans
Membransystem des rechten menschlichen Labyrinths von hinten-Mitte betrachtet (G. Retzius) Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000

Die Gänge der Hörschnecke nach oben

Die folgende Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch die menschliche Hörschnecke.

Querschnitt durch die Hörschnecke nach oben
Querschnitt durch die Hörschnecke
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
Vestibular membrane = Membrana vestibularis = Vestibularmembran = Reissner-Membran trennt die Scala vestibuli (Vorhoftreppe) von der Scala media, Spiralorgan = Organon spirale = Corti-Organ, Basilar membran = Membrana Basilaris = Basilarmembran, Spiral ligament = Ligamentum spirale = Bindegewebe, an dem die Vestibularmembran befestigt ist, Spiral ganglion = Ganglion spirale = Zellkörper der Neurone des (afferenten) Hörnerven, Scala vestibuli = Vorhoftreppe, Ductus cochlearis = Scala media, Scala tympani = Paukentreppe, Cochlear nerve = Nervus vestibulocochlearis (VIII. Hirnnerv) = Hörnerv

Die folgende Zeichnung zeigt den Boden des Ductus cochlearis.

Querschnitt durch den Ductus cochlearis nach oben
Querschnitt durch den Ductus cochlearis
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
Corti's tunnel = Corti-Kanal (Corti-Lymphe enthaltender, dreieckiger Gewebespalt zwischen den Pfeilerzellen sowie zwischen den inneren und äußeren Haarzellen des Corti-Organs), Crista Basiliaris = Verbindung zwischen dem Ligamentum spirale und der Basilarmembran, Fibres of Cochlear division of Auditory nerve = Fasern des Hörnerven (Nervus vestibulocochlearis, VIII. Hirnnerv), Lig. spirale = Ligamentum spirale = Bindegewebe, an dem die Vestibularmembran befestigt ist, Membrana Basilaris = Basilarmembran, Membrana tectoria = Tektorialmembran, Membrane of Reissner = Membrana vestibularis = Vestibularmembran = Reissner-Membran zwischen Scala vestibuli (Vorhoftreppe) und Scala media (Ductus cochlearis), Organ of Corti = Organon spirale = Corti-Organ, Sulcus spiralis externus = freiliegender Raum über der Basilarmembran, Sulcus spiralis internus = Sulcus (Flüssigkeit-gefüllter Raum) unterhalb der Tektorialmembran,

Die folgende Zeichnung zeigt das Corti-"Organ" im Detail.

Querschnitt durch das Corti-"Organ" nach oben
Gänge der Hörschnecke
Henry Gray, Anatomy of the Human Body. Philadelphia: Lea & Febiger, 1918; Bartleby.com, 2000
Basilar membrane = Basilarmembran, Cells of Deiters = phalangeal cells = Deiters-Zellen, die in 3-5 Reihen direkt auf der Basilarmembran der Cochlea aufsitzen und ihre langen Zellausläufer nach oben zwischen die äußeren Haarzellen schieben, mit denen sie durch Tight Junctions verbunden sind, inner hair cells = innere, die Vibrationen durch den Hörnerv an das Gehirn meldende Haarzellen, inner rod = inner rod or pillar cells = innere Stab-, Pfeiler- oder Säulenzellen am Rand des zum Helicotrema hin immer höher und breiter werdenen dreieckigen Corti-Tunnels, Limbus = Limbus laminae spiralis = Rand oder Saum der Lamina spiralis, Membrana tectoria = Tektorialmembran, Nerve fibers = Nervenfasern des Hörnerven (Nervus vestibulocochlearis, VIII. Hirnnerv), Outer hair cells = äußere, der Verstärkung der Vibration dienende Haarzellen, outer rod = outer rod or pillar cells = äußere Stab-, Pfeiler- oder Säulenzellen am Rand des zum Helicotrema hin immer höher und breiter werdenen dreieckigen Corti-Tunnels, Vas spirale = unter dem Corti-Tunnel die Basilarmembran durchziehendes großes Blutgefäß

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Roland Heynkes, CC BY-SA-4.0

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