Wörterbuch u.a. für in meinem Unterricht verwendete Fachausdrücke mit dem Anfangsbuchstaben Z

Roland Heynkes, 3.1.2018

Zeis-Drüse (nach dem Chirurg Eduard Zeis) oder Glandula sebaceae nennt man eine von zahlreichen speziellen Talgdrüsen im oberen Anteil der Lederhaut (Stratum superficialis dermidis) der Augenlider, die in den Haarbälgen der Wimpern an den Lidrändern der Augen münden. Gemeinsam mit den Meibom-Drüsen bilden auch die Zeis-Drüsen als Talgdrüsen Lipid-reichen Talg (Sebum). Man nennt dieses Sekret auch Augenbutter und es verhindert ein Überlaufen der Tränenflüssigkeit über die Lidkante. Kommt es zu einer Entzündung einer Zeis-Drüse, nennt man die Schwellung Gerstenkorn (Hordeolum externum).

Zellatmung oder innere Atmung nennt man Ketten aufeinander folgender chemischer Reaktionen (Stoffwechselwege) im Inneren lebendiger eukaryotischer Zellen, die auf komplizierte Weise mit Hilfe von Mitochondrien und molekularem Sauerstoff (O2) letztlich die chemische Energie energiereicher Moleküle (wie Glucose) auf den universellen Energieträger ATP überträgt, während die energiereichen Moleküle in die energiearmen Moleküle Wasser (H2O) und Kohlenstoffdioxid (CO2) zerlegt werden. Die im normalen Sprachgebrauch als Atmung bezeichnete Aufnahme von Sauerstoff in einen Organismus nennen Biologen äußere Atmung.

Zellbiologen sind Biologen, die Zellbiologie betreiben.

Zellbiologie nennen Biologen die Teildisziplin der Biologie, die sich auf die Erforschung der Zelle konzentriert.

Zelle nennt man die kleinste lebensfähige Einheit jedes Lebewesens. Von ihrer Umwelt grenzt sie sich mit einer Zellmembran ab.

Zellkern oder Nukleus heißt das große, von einer Kernhülle mit großen Poren umschlossene Organell, in dem Eukaryoten den aus DNA bestehenden genetischen Bauplan der Zelle einschließen.

Zellkernhülle = Kernhülle

Zellkultur = Zucht oder zumindest Haltung von Zellen außerhalb des Organismusses

Zellmembran nennt man die Membran, die eine Zelle außen von ihrer Umwelt trennt. Diese Trennung ist allerdings nicht vollständig, sondern Zellen können durch die Zellmembran selektiv, aktiv oder passiv hinein oder hinaus transportieren, was nötig ist. Man nennt deshalb die Zellmembran semipermeabel, also halbdurchlässig.

Zelloberfläche heißt die Außenseite einer Zelle.

Zellorganell = Organell

Zellsaft nennen Botaniker eine wässrige Lösung zahlreicher organischer und anorganischer Stoffe. Er befindet sich in den Vakuolen der Pflanzenzellen und besteht aus Reservestoffen und Stoffwechselendprodukten in wässriger Lösung.

Zellteilung heißt die Teilung einer Zelle durch vollständige Einschnürung der Zellmembran oder den Einbau einer neuen Trennwand nach einer Verdopplung des Bauplans. Dadurch entstehen aus einer großen zwei kleinere Zellen, die normalerweise vor der nächsten Zellteilung wieder zur ursprünglichen Größe heranwachsen. Eine Ausnahme sind die ersten Zellteilungen zwischen der Befruchtung einer Eizelle und der Bildung der Morula. Da erfolgt zwischen den Zellteilungen kein Wachstum der Zellen, sodass sie von Zellteilung zu Zellteilung immer kleiner werden. Bei Eukaryoten unterteilt man die Zellteilung in eine Kernteilung (Mitose) und eine Plasmateilung (Cytokinese).

Zelltyp ist ein Begriff, den man eigentlich nur benutzt, wenn man zum Ausdruck bringen möchte, dass es in vielzelligen Lebewesen verschiedene Arten von Zellen wie z.B. Muskelzellen, Nervenzellen, Hautzellen oder verschiedene Sinneszellen gibt. Ein Zelltyp ist also eine bestimmte Art von Zelle.

zellulär = (je nach Kontext) in oder auf Zellen zu finden, aus Zellen gebildet oder zellenartig

Zellulose oder Cellulose ist ein unverzweigtes Polysaccharid, aufgebaut aus 100-10.000 ß-D-Glucose-Monomeren. Cellulose bildet das Grundgerüst der pflanzlichen Zellwand.

Zellobiose, die Grundeinheit der Zellulose
Zellobiose
Diese Zeichnung wurde von einem anonymen Neurowissenschaftler unter der Lizenz Public domain veröffentlicht.

Zellwand nennt man in der Zellbiologie die zugfeste Hülle außerhalb der Zellmembran, mit der sich Prokaryoten und Pflanzenzellen umgeben, um nicht zu platzen.

Zellzyklus nennt man in der Zellbiologie den zumindest von den meisten Stammzellen immer wieder (zyklisch) durchlaufenen Zyklus (Kreislauf) von Zellteilung und der Phase zwischen (Interphase) zwei Teilungen. Eine Ausnahme sind die ersten Zellteilungen zwischen der Befruchtung einer Eizelle und der Bildung der Morula. Da erfolgt zwischen den Zellteilungen kein Wachstum der embryonalen Stammzellen, sodass sie von Zellteilung zu Zellteilung immer kleiner werden. Auch sogenannte Vorläuferzellen durchlaufen den Zellzyklus, jedoch nur noch einige Male, bis sie infolge ihrer Differenzierung die Teilungsfähigkeit verlieren. Im vollständigen Zellzyklus der Eukaryoten unterscheidet man meistens nicht nur zwischen den beiden Phasen Wachstum (Interphase) und Zellteilung. Sinnvoll ist zunächst innerhalb der Zellteilung eine Unterscheidung zwischen Kernteilung (Mitose) und Plasmateilung (Cytokinese), weil auf eine Kernteilung nicht immer eine Plasmateilung folgt. Die normale Mitose wird traditionell in Prophase, (Prometaphase), Metaphase, Anaphase und Telophase unterteilt, während man in der Wachstumsphase zwischen G1-, S- und G2-Phase unterscheidet. In der G1-Phase wächst eine Zelle ungefähr zur ursprünglichen Größe heran. Dann folgt die S-Phase, in der die DNA-Replikation stattfindet. Ihr folgt die G2-Phase. In ihr schwinden das endoplasmatische Retikulum und Zellkontakte zu Nachbarzellen, die Zelle wird durch Flüssigkeitsaufnahme größer und runder und es werden verstärkt für die Zellteilung benötigte RNA-Molekül und Proteine synthetisiert. Durchschnittlich dauert das 3-4 Stunden. Die Kernteilung wird mit der Prophase eingeleitet, in der die Chromosomen zu dicken, aber kurzen und damit transportfähigen Einheiten kondensieren (sich zusammenballen). In dieser Phase sieht man, dass jedes Chromosom aus zwei Schwesterchromatiden besteht. Das sind zwei nahezu identische Kopien des selben Chromosoms, die noch am Centromer aneinander gebunden sind und deshalb beide als Bestandteile eine 2-Chromatiden-Chromosoms bezeichnet werden. In der Prometaphase wird die Kernhülle aufgelöst und die Mikrotubuli des Spindelapparates wachsen bis zu den Centromeren der Chromosomen. In der Metaphase werden die Chromosomen vom Spindelapparat alle in eine Ebene in der Mitte der Zelle bugsiert, die man Äquatorialebene nennt. In der Anaphase zieht der Spindelapparat die Schwesterchromatiden der 2-Chromatiden-Chromosomen auseinander bis an die gegenüber liegenden Pole der Zelle. Weit von einander entfernt liegt nun in beiden Hälften einer Zelle von jedem Chromosom jeweils ein Chromatid und man bezeichnet deshalb die Chromosomen von nun an bis zur nächsten S-Phase als 1-Chromatid-Chromosomen. In der Telophase löst sich der Spindelapparat auf, an den beiden Zellpolen bilden sich um die 1-Chromatid-Chromosomen herum neue Kernhüllen und in diesen dekondensieren die Chromosomen wieder. Das bedeutet, dass sie wieder ganz lang und dünn werden, sodass man keine einzelnen Chromosomen mehr erkennen kann. Man sieht nur noch eine einzige Masse, die aufgrund ihrer Färbbarkeit Chromatin nennt. Um den Zellzyklus abzuschließen, muss nun nur noch die Plasmateilung (Cytokinese) erfolgen, die aus einer großen zwei kleine Zellen macht. Dazu werden in der Äquatorialebene zwei neue Zellmembranen und bei Pflanzen zusätzlich zwei Zellwände aufgebaut.

ein ganz einfaches Zellzyklus-Schema
selbst gezeichnetes Zellzyklus-Schema
Dieses Schema habe ich selbst gezeichnet und stelle es gemeinfrei.

Zentralnervensystem = Gehirn und Rückenmark

zentralnervös = zum Zentralnervensystem gehörend oder durch dieses bedingt oder sich auf dieses beziehend

Zentrifugalkraft = Wird ein sich bewegender Gegenstand durch eine Zentripetalkraft auf eine kreisförmig gekrümmte Bahn gezwungen, dann stemmt sich dagegen die Trägheit seiner Masse, die jeden keiner äußeren Kraft ausgesetzten Körper sich geradlinig und gleichförmig bewegen läßt. So erzeugt die von einer Zentripetalkraft verursachte Krümmung der Bewegung, eine ebenso große und der Zentripetalkraft genau entgegen wirkende Trägheitskraft. Da diese Kraft der zum Mittelpunkt der kreisförmig gekrümmten Bahn hin wirkenden Zentripetalkraft genau entgegen nach außen wirkt, nennt man diese Fliehkraft, Schwungkraft, oder eben Zentrifugalkraft. Die Größe der Zentrifugalkraft ist proportional zum Quadrat der Rotationsgeschwindigkeit und dem Abstand von der Drehachse.

Zentrifugation = normalerweise in Zentrifugen durchgeführte Trennung von Gemischen unter Ausnutzung von durch Schleudern erzeugter Zentrifugalkraft, welche unter anderem in Abhängigkeit von der Rotorgeometrie unterschiedliche Effekte erzielen kann.

Zentrifuge = Zentrifugen sind Geräte zur Trennung von Gemischen unter Ausnutzung von durch Schleudern erzeugter Zentrifugalkraft. Sie bestehen im Wesentlichen aus einer motorgetriebenen Spindel, auf die man Rotoren zur Aufnahme von Probengefäßen setzt. Die in den Rotoren erzeugte Zentrifugalkraft oder relative Erdbeschleunigung ist proportional zum Quadrat der Rotationsgeschwindigkeit und dem Abstand von der Drehachse.

zentrifugieren = siehe Zentrifugation

Zentriol oder Centriol nennen Zellbiologen eine meist paarweise auftrende, zylinderförmige Struktur mit einer Größe von etwa 170 x 500 Nanometern. Man findet sie in den meisten tierischen sowie den Zellen niederer Pflanzen. Sie bilden zusammen mit der perizentriolaren Protein-Matrix das Zentrosom und organisieren die Mikrotubuli. In begeißelten Zellen liegen die Zentriolen in der Interphase als geißeltragende Basalkörper vor. Die Zentriolen der meisten Säugetiere bestehen aus 27 Mikrotubuli (9 Tripletts), die über dünnere Filamente miteinander verbunden sind. Bei der Fruchtfliege Drosophila bestehen die Zentriolen aus Mikrotubuli-Dupletts und beim Fadenwurm C. elegans sind es Mikrotubuli-Singletts.

Zentripetalkraft = Solange keine Kraft auf einen sich bewegenden Gegenstand einwirkt, erfährt seine Bewegung keinerlei Beschleunigung und seine Bewegung bleibt geradlinig und gleichförmig. Verbindet man jedoch einen sich bewegenden Gegenstand, beispielsweise durch ein Seil, fest mit einem Punkt, dann hindert die Kraft dieser Verbindung (z.B. des Seiles) den sich bewegenden Gegenstand an einer geradlinigen Bewegung und zwingt ihn in eine kreisförmig gekrümmte Bahn. Die zum Mittelpunkt dieser kreisförmig gekrümmte Bahn hin wirkende Kraft (z.B. des Seiles) nennt man Zentripetalkraft.

Zentrosom oder Centrosom bzw. Zentralkörperchen nennen Zellbiologen eine aus zwei einen 90-Grad-Winkel bildenden Zentriolen und einer diese umgebenden perizentriolaren Protein-Matrix bestehende Struktur, die in den meisten tierischen sowie den Zellen niederer Pflanzen, aber nicht in den modernen (Angiospermen) Pflanzen vorkommt. Wie der Name schon andeutet, befindet sich das Zentrosom in der Interphase zentral in der Nähe des Zellkerns. Je nach der bevorzugten Organell-Definition wird es zu den Organellen gezählt oder nicht. Zentrosome organisieren in der Interphase den mikrotubulären Teil des Zytoskeletts und während der Mitose und der Meiose den Spindelapparat zur Trennung der Chromatiden bzw. Chromosom und werden deshalb auch microtubule organizing center genannt. Wenn die DNA-Replikation aus 1-Chromatid-Chromosomen 2-Chromatiden-Chromosomen macht, dann verdoppelt sich auch das Centrosom und die beiden Centrosomen wandern aus der Zellmitte zu zwei Polen, von denen aus sie den Spindelapparat organisieren.

Zerebrospinalflüssigkeit = Hirnrückenmarksflüssigkeit oder Liquor cerebrospinalis

zervikal = zum Hals gehörend

Ziliarfortsatz = Processus ciliares

Ziliarkörper = Corpus ciliare

Ziliarmuskel nennt man insgesamt die im Ziliarkörper (Corpus ciliare) befindlichen Muskeln. Tatsächlich besteht der sogenannte Ziliarmuskel aus zwei unterschiedlichen Muskeln, nämlich dem im Ziliarkörper ringförmig die ganze Augenlinse umgebenden Müller-Muskel und dem weiter außen im Ziliarkörper liegenden Brücke-Muskel (Choroidea-Spanner oder Tensor choroideae). Dessen Fibrae meridionales musculi ciliaris genannte Muskelfasern sind zwischen dem Trabekelwerk (vorn) und der Aderhaut (hinten) gespannt. Spannt sich der sogenannte Ziliarmuskel an, dann zieht hauptsächlich der Linsen-Ringmuskel, also der Müller-Muskel den Ziliarkörper nach innen in Richtung Augenlinse. Dadurch werden die Linsenbänder entspannt und die Augenlinse wird weniger stark flach gezogen. Die Anspannung des Brücke-Muskels verkürzt natürlich einerseits ein wenig den Abstand zwischen Trabekelwerk und Aderhaut. Anderseits wird der Brücke-Muskel dabei aber auch etwas dicker und trägt damit zu einem kleinen Teil dazu bei, dass sich der Ziliarkörper in Richtung Augenlinse bewegt.

Zisterne = allgemein ein wassergefüllter Hohlraum in einem Organ, einer Zelle oder einem Organell oder speziell eine mit Zerebrospinalflüssigkeit gefüllte lokale Erweiterung des Subarachnoidalraumes.

Atmungskette

Zitronensäurezyklus Citratzyklus, Tricarbonsäurezyklus oder Krebs-Zyklus nennen Biologen einen Kreislauf biochemischer Stoffwechsel-Reaktionen, die bei Prokaryoten im Zytoplasma und bei Mitochondrien Sauerstoff atmender Zellen in der Matrix innerhalb der inneren Membran ablaufen. Der Zitratzyklus dient gemeinsam mit der Atmungskette der Gewinnung chemischer Energie aus Nährstoffen und liefert gleichzeitig Edukte für die Synthese verschiedener Biomoleküle. Das zeigt sehr schön der von Peter Krimbacher der Allgemeinheit geschenkte Überblick über diesem Absatz. Unten habe ich die Darstellung eines anonymen Autors noch die Namen der beteiligten Enzyme hinzugefügt.

Atmungskette

Zivilisation nennt man eine sich hauptsächlich durch Landwirtschaft ernährende, aber großenteils in Städten lebende und hochgradig arbeitsteilige menschliche Gesellschaft, deren Leben durch gesammeltes Wissen und technischen Fortschritt geprägt ist und in der das Zusammenleben durch Gesetze und Rechtsprechung geregelt wird.

Zivilisationserkrankung nennt man eine Erkrankung wie Typ-2-Diabetes, die in modernen Gesellschaften häufig, bei Naturvölkern jedoch fast unbekannt ist. Zivilisationserkrankungen sind zwar kein Zeichen für besondere Zivilisiertheit, haben aber etwas mit der mißbräuchlichen Nutzung der Segnungen moderner Gesellschaften zu tun. Zivilisationserkrankung sind in den Gesellschaften bzw. in den Gesellschaftsschichten besonders verbreitet, in denen viele Menschen häufig gestresst sind und sich gleichzeitig zu wenig bewegen und zu energiereich ernähren.

Zivilisationskrankheit nennt man eine Krankheit wie Typ-2-Diabetes, die in modernen Gesellschaften häufig, bei Naturvölkern jedoch fast unbekannt ist. Zivilisationskrankheiten sind zwar kein Zeichen für besondere Zivilisiertheit, haben aber etwas mit der mißbräuchlichen Nutzung der Segnungen moderner Gesellschaften zu tun. Zivilisationskrankheiten sind in den Gesellschaften bzw. in den Gesellschaftsschichten besonders verbreitet, in denen viele Menschen häufig gestresst sind und sich gleichzeitig zu wenig bewegen und zu energiereich ernähren.

Zonulafasern = Fibrae zonulares oder Linsenbänder

Zoologe heißt ein Biologe, der Tiere erforscht.

Zoologie ist Teildisziplin der Biologie, die Tiere erforscht.

Zucht oder Züchtung nennen Biologen die von Menschen kontrollierte Fortpflanzung freiwillig oder unfreiwillig (in Gefangenschaft) bei Menschen lebender Tiere, Pflanzen, Pilze oder Mikroorganismen mit dem Ziel der Entwicklung oder Erhaltung spezieller Rassen oder Sorten. Dabei sollen gewünschte Eigenschaften verstärkt und unerwünschte unterdrückt werden.

Züchtung nennt man den Vorgang und das Ergebnis einer Zucht.

Zucker nennen Biologen alle süß schmeckenden Mono- und Disaccharide (Einfach- und Doppelzucker). Im Lebensmittelhandel ist mit Zucker ein Disaccharid (Doppelzucker) mit dem wissenschaftlichen Namen Saccharose gemeint. Wurde die Saccharose aus Zuckerrohr gewonnen, dann nennt man sie auch Rohrzucker. Wurde die Saccharose aus Zuckerrüben gewonnen, dann nennt man ihn auch Rübenzucker. Auch bei anderen wichtigen Zuckern wie Traubenzucker (D-Glucose) und Milchzucker (Lactose) steckt im Namen eine Herkunftbezeichnung. Ale Zucker sind Kohlenhydrate, aber nicht alle Kohlenhydrate sind Zucker.

Zusammenfassen bedeutet als Operator des Anforderungsbereichs 1 für das Fach Biologie in der gymnasialen Oberstufe, dass man mit Hilfe des zu bearbeitenden Materials (Text, Tabelle oder Grafik) das Wesentliche in konzentrierter Form herausgestellt werden soll. Laut NRW-Schulministerium das Wesentliche mit Worten zusammenfasst werden. Ich akzeptiere auch Formeln und sogar Skizzen. In der Biologie als Wissenschaft benutzt man den Begriff Zusammenfassen oder Zusammenfassung genau wie im allgemeinen Sprachgebrauch in dem Sinne, dass man das Ergebnis ausführlicher Darstellungen, Analysen und Erwägungen ohne all die bereits behandelten und bewerteten Einzelheiten möglichst schnell lesbar darstellt. Mit Wesentlich und Unwesentlich hat das überhaupt nichts zu tun, sondern mit Übersichtlichkeit. Denn auf dem Weg zur Zusammenfassung ist jedes Detail wichtig und neben der Zusammenfassung müssen immer auch sämtliche Einzelheiten nachprüfbar sein.

Zweihäusige Blütenpflanzen haben nur männliche oder nur weibliche Blüten.

Zwerchfell Zwerchfell nennt man das Diaphragma zwischen Lunge und der Bauchhöhle. Es ist ein nach oben gewölbter Muskel, der sich bei Anspannung abflacht und senkt. Dabei zieht er die Lungenunterseite mit nach unten, weil sie nach dem Prinzip der glatten, feuchten Oberflächen am Zwerchfell haftet.

Zwischenhirn nennt man das zwischen Endhirn (Telencephalon) und Mittelhirn (Mesencephalon) liegende Diencephalon. Das Zwischenhirn umschließt den 3. Hirn-Ventrikel, und besteht aus Pallidum (Globus pallidus), Thalamus, Hypothalamus und Hypophyse.
Diencephalon
Anatomography by Life Science Databases(LSDB), CC-BY-SA-2.1-jp

Zwitter sind Lebewesen, die zugleich männlich und weiblich sind bzw. weibliche und männliche Geschlechtsorgane besitzen.

Zwölffingerdarm oder lateinisch Duodenum nennt man die sich direkt an den Magen anschließenden ersten 24-30 cm des Dünndarms.

Zygote nennen Biologen eine Eizelle nach deren Befruchtung durch eine männliche Geschlechtszelle. Eine Zygote ist daher diploid.

Zyklus nennt man eine sich wiederholende Folge zusammengehöriger Vorgänge. Weil auf den letzten wieder der erste Vorgang folgt, stellt man Zyklen als Kreise dar und nennt sie auch Kreisläufe.

Unter Zysten verstehen Biologen im Gegensatz zu Medizinern die aus einer bis mehreren Zellen in einer dicken Hülle bestehenden Dauerformen bestimmter Einzeller, Pflanzen oder Tiere. Sie überstehen Trockenheit, osmotischer Druck, Strahlung und Nahrungsmangel und können dabei vom Wind in günstigere Lebensräume verfrachtet werden.

Zytokine oder Cytokine sind von Zellen ausgeschiedene Proteine, welche die Eigenschaften oder das Verhalten anderer Zellen beeinflussen.

Zytoplasma oder Cytoplasma heißt die wässrige Grundsubstanz einer Zelle zwischen Zellkern und Zellmembran, welche neben Proteinen, Lipiden, Zuckern, Salzen und anderen Molekülen auch Protein-Komplexe wie die Ribosomen und zahlreiche von Membranen umschlossene Räume (Organellen) enthält, in denen vom restlichen Zytoplasma zum Teil deutlich abweichende chemische Bedingungen herrschen und in denen jeweils spezielle Vorgänge ablaufen.

Zytoskelett oder Cytoskelett nennt man flexible, eukaryotische und bakterielle Zellen durchziehende Protein-Netzwerke, welche die Zellen stabilisieren sowie interne und äußere Bewegungen ermöglichen.

Zytosoma, Soma oder Zellkörper, bei Nervenzellen auch Perikaryon nennt man eine Zelle ohne Fortsätze. Für die meisten Quellen gehört auch der Zellkern nicht zum Zellkörper. Beim Perikaryon sagt das schon der Name.

zytotoxisch oder cytotoxisch = zellgiftig

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Roland Heynkes, CC BY-SA-4.0