Wörterbuch u.a. für in meinem Unterricht verwendete Fachausdrücke mit dem Anfangsbuchstaben K

Roland Heynkes, 4.1.2018

Kälberstarter nennt man das erste feste Kälberfutter, welches aus Zucker (beispielsweise in Form von Rohrzuckermelasse), aus Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, Sojaschrot, gequetschtem Getreide, sowie aus hochverdaulichem Protein aus Bierhefe, Milch/Molkepulver und/oder Leinsamen besteht. Für eine optimale Pansenentwicklung sollen die Kälber ab der ersten Lebenswoche mit einem hochverdaulichen Kälberstarter angefüttert werden und ständig frisches Wasser aufnehmen können. Hingegen sollen die Kälber frühestens ab dem zweiten Lebensmonat Heu bekommen. Die Angaben über die insgesamt an intensiv aufgezogene Kälber verfütterten Mengen sind sehr unterschiedlich und liegen zwischen 26 und 125 kg Kälberstarter.

Kahlschlag nennt man in Ökologie und Forstwirtschaft das Absägen aller oder fast aller Bäume auf einer so großen Fläche, dass den ganzen Tag über kein Schatten auf sie fällt und das typische Waldklima verloren geht.

Kalorimeter heißen Geräte, die Wärmemengen messen, die dem Kalorimeter entzogen oder zugeführt werden.

Kalorisches Äquivalent heißt die Energiemenge, die bei der Verbrennung eines Nährstoffes durch einen Liter Sauerstoff freigesetzt wird. Das kalorische Äquivalent beträgt bei der Verbrennung von Kohlenhydraten 21,0 kJ pro Liter O2, bei Proteinen 18,9 kJ/Liter O2 und für Fettsäuren 19,7 kJ/Liter O2. Bei mitteleuropäischer Mischkost beträgt es 20,2 kJ/Liter O2. Dies entspricht einem respiratorischen Quotienten von 0,82.

Kaltzeit nennt man ein Zeitalter mit Jahresdurchschnittstemperaturen, die um mehrere Grad Celsius niedriger als in einer Warmzeit sind. Umgangssprachlich werden Kaltzeiten oft als Eiszeiten bezeichnet, aber während die letzte, längere Kaltzeit vor über 10.000 Jahren endete, leben wir noch immer in einer Eiszeit.

Kambium oder Kambiumring nennen Botaniker hauptsächlich bei Bäumen die dünne, für das sekundäre Dickenwachstum verantwortliche Wachstumsschicht zwischen Splintholz und der Rinde. Im Kambium teilen sich die Zellen. Die inneren bilden neues Holz, während die äußeren neue Rinde bilden.

Kammerwasser (Humor aquosus) heißt von speziellen Kapillaren und farblosen Zellen im Epithel des Strahlenkörpers produzierte klare Flüssigkeit, welche die vordere und die hintere Augenkammer füllt und im Kammerwinkel durch Trabekelwerk und Schlemmkanal in die vordere Ziliarvenen abgeleitet wird. Das täglich ausgetauschte Kammerwasser ernährt die Zellen der Augenlinse und der Augenhornhaut.

Kammerwinkel oder Iridokornealwinkel (Angulus iridocornealis) nennt man im menschlichen Auge die ringförmige Struktur, in der vorne die (Augenhornhaut, hinten die Iris und in der Mitte der vordere Rand der Augenlederhaut (Sclera) einen spitzen Winkel bilden. In diesem Winkel befindet sich eine Art Filter, das sogenannte Trabekelwerk (Reticulum trabeculare sclerae). Durch dieses schwammartige Gewebe fließt Kammerwasser aus der vorderen Augenkammer in den Schlemmkanal (Sinus venosus sclerae), der das Kammerwasser weiterleitet in kleine Venen (Venae ciliares anteriores). Ist der Abfluß verstopft, dann steigt der Druck im Auge und kann den Sehnerven schädigen.

Kapillare (englisch capillaries, lateinisch Vas capillare) bedeutet allgemein Haargefäß und meint speziell die dünnwandigen, kleinsten Blutgefäße mit Durchmessern von nur 7-10 µm, die zwischen Arterien und Venen liegen und dem Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe oder Lungenbläschen dienen.

Karunkel = Caruncula = Fleischwärzchen aus lockerem Bindegewebe

Katabolismus heißt der Teil des Stoffwechsels, der komplexere Biomoleküle zu einfacheren Molekülen abbaut. Man sollte das Gegensatzpaar Anabolismus - Katabolismus nicht verwechseln mit dem Gegensatzpaar Baustoffwechsel - Energiestoffwechsel.

Katalysator nennt man in der Chemie Stoffe, die chemische Reaktionen durch Herabsetzung der Aktivierungsenergie ermöglichen, beschleunigen und in bestimmte Richtungen lenken, ohne dabei selbst verbraucht zu werden.

Katalyse man in der Chemie die Ermöglichung, Beschleunigung und Lenkung einer chemischen Reaktion durch Herabsetzung der Aktivierungsenergie mit Hilfe eines Katalysators.

Katalysieren nennt man das Ermöglichen, Beschleunigen oder Lenken einer chemische Reaktion durch Herabsetzung der Aktivierungsenergie mit Hilfe eines Katalysators.

katalytisch = Katalysatoren oder Katalysen betreffend

Kategorie oder Klasse nennt man eine Art Gruppe, in welche man verschiedene Gegenstände aufgrund gemeinsamer Eigenschaften eingruppieren kann. In diesem Sinne sind z.B. einzelne Spezies oder die Begriffe Bäume und Organe Kategorien.

kategorisieren oder klassifizieren = etwas nach Kategorien ordnen/einteilen oder in Kategorien einordnen/einordnen/eingruppieren/einstufen

Katheter = Röhrchen zur Einführung in Organe, Adern oder sonstige Röhren des Körpers

Kathode = negativ geladene Elektrode

Kation nennt man ein positiv geladenes Ion.

Kätzchen nennen Botaniker Blütenstände mit ganz vielen winzigen Blüten, die entweder alle weiblich oder alle männlich sind und keine Kronblätter haben.

kaudal = schwanzwärts, (beim Menschen auch fußwärts, abwärts) liegend

kDa = kiloDalton

Keim ist ein veralteter medizinischer Ausdruck für Krankheitserreger. Auch Keimlinge und Embryonen werden gelegentlich Keime genannt.

Keimblatt oder Keimblätter heißen in der Botanik die ersten Blätter eines Pflanzen-Embryo in einem Samen oder an einer noch ganz jungen, aus dem Samen heraus gewachsenen Pflanze mit Wurzel, Stängel und einem oder zwei ersten Blättern, den Keimblättern.

Keimling heißt in der Botanik der Embryo einer Pflanze im Samen und auch noch als ganz junge, aus dem Samen heraus gewachsene Pflanze mit Wurzel, Stängel und einem oder zwei ersten Blättern, den Keimblättern.

keimen = aus einem Samen einen Keim bilden, eine Keimung durchführen/durchmachen (Umgangssprachlich meint man damit auch, dass etwas gerade erst beginnt oder aufkommt.)

Keimung ist ein Fachbegriff aus der Botanik und kann trotzdem verschiedenes bedeuten. Einmal das Wachstum des Keimlings im und aus dem Samen, aber auch das Austreiben neuer Triebe aus Rhizomen, Knollen oder Zwiebeln und das Wachsen neuer, haploider Moose oder Farne aus Sporen sowie das Auswachsen des Pollenschlauches aus einem Pollen.

Kelchblätter sind spezielle Blätter, die bei vielen Blüten einen sogenannten Kelch bilden. Sie sind meistens grün und kleiner, dicker sowie viel unauffälliger als die Kronblätter. Bevor sich die Kronblätter entfalten, wird die noch heran wachsende Blüte von den Kelchblättern geschützt.

Kelvin (Einheitenzeichen: K) ist im internationalen Einheitensystem (SI) für physikalische Größen die Basiseinheit für die (thermodynamische) Temperatur. So wie Grad Celsius weltweit und Fahrenheit in den USA ist international auch das Kelvin eine gesetzliche Einheit für die Temperatur und Temperaturunterschiede. Während 0 und 100 Grad Celsius durch den Gefrierpunkt und den Kochpunkt (Siedepunkt) reinen Wassers auf Meereshöhe definiert sind, beginnt die Kelvin-Temperaturskala mit dem absoluten Nullpunkt, also der tiefstmöglichen Temperatur bei 0 Kelvin. Auf der Celsius-Temperaturskala sind das -273,15 °C. Weil die Schrittweiten beider Temperaturskalen gleich sind, sind 0°C = 273,15 Kelvin und 100°C = 373,15. Während im Alltag die Celsius-Temperaturskala weiterhin gebräuchlich ist, wird das Kelvin vor allem in Naturwissenschaft und Technik zur Angabe von Temperaturen und Temperaturdifferenzen verwendet.

Keratinocyt oder keratinbildende Zellen heißen in Biologie und Medizin die nicht mehr teilungsfähigen Tochterzellen von Hautstammzelle, die rund 90% der Oberhautzellen ausmachen und sich über einen Zeitraum von rund 3 Wochen langsam in tote Korneozyten (Hornzellen) verwandeln, während sie die Keimschicht von der Basalmembran bis Hornschicht durchwandern.

Keratozyt heißt eine langgestreckte Zelle mit verzweigten Zellfortsätzen im Stroma der Hornhaut (Cornea) des Auges. Keratozyten teilen sich nur selten und sind durch zahlreiche Protoplasmabrücken miteinander zu einem funktionellen Synzytium verbunden.

Kernholz nennt man das alte, oft dunklere Holz unter dem Splintholz tief im Inneren eines Baumstammes, wo die Wasserleitungen nicht mehr intakt und die Zellen zur Stabilisierung stark verholzt sind. Die Zellwände der Zellen enthalten im Kernholz oft Stoffe, die Bakterien und Pilze vom Fressen des Holzes abhalten sollen.

Kernhülle
Kernmembran aus dem Medienarchiv Wikimedia Commons, gezeichnet von Peter Wolber Kernhülle nennen Biologen die Doppelmembran des Zellkerns einer eukaryotischen Zelle. Die Kernhülle ist eigentlich keine Membran, sondern ein etwa 20 nm breiter Raum, der von einer äußeren und einer inneren Kernmembran umschlossen wird, die beide rund 7,5 nm dick sind. Nach innen grenzt sich dieser sogenannte perinukleäre Raum mit seiner inneren Membran gegenüber dem Inneren des Zellkerns ab. Nach außen bildet die äußere Kernmembran eine Grenze zum Zytoplasma. Die Kernhülle sieht also aus wie ein endoplasmatisches Retikulum, das den Zellkern umhüllt. Sie wird aber als Teil des Zellkerns angesehen, weil der Zellkern ein Organell ist und jedes Organell von einer Membran umschlossen sein muss. (Man kann das auch anders sehen und auch die Proteasome zu den Organellen zählen.) Wegen des dreischichtigen Aufbaus der Kernhülle müssen an den zahlreichen Kernporen die beiden Membranen den perinukleären Raum überbrücken und sich vereinigen. Durch die Kernporen erfolgt der rege Austausch zwischen Zellkern und Zytoplasma. Wie das endoplasmatische Retikulum ist auch die äußere Membran der Kernhülle von Ribosomen besetzt. Die Kernhülle ist sogar an einigen Stellen mit dem endoplasmatischen Retikulum verbunden. Tatsächlich ist sie letztlich ein Teil des ER. Im Inneren des Zellkerns ist die innere Membran verbunden mit einer 30-100 nm dicken Schicht intermediärer Filamente. Sie stabilisieren die Kernhülle und die Chromatinfäden. Während der Zellteilung wird die ganze Kernhülle vorübergehend abgebaut.
Kernhülle aus dem Medienarchiv Wikimedia Commons, gezeichnet von Peter Wolber

Kernmembran ist ein irreführender Begriff, wenn damit nicht eine, sondern zwei Membranen mit einem breiten Zwischenraum gemeint sind. Sinnvoller ist dann der Begriff Kernhülle. Man kann den Begriff Kernmembran aber auch sinnvoll im Sinne der inneren oder äußeren Membran der Kernhülle auffassen.

Kernplasma, Karyoplasma oder Nukleoplasma bzw. Nucleoplasma nennen Biologen den gesamten von der Kernhülle umschlossenen Inhalt des Zellkerns. Es enthält in einer sogenannten Karyolymphe schwimmendes Chromatin einen Nukleolus oder mehrere Nucleoli und ein Kernmatrix genanntes Proteingerüst.

Kernporen sind kompliziert aufgebaute Kanäle mit 60-100 nm Durchmesser, die einen kontrollierten Austausch von Stoffen, Makromolekülen und Ribosomen-Untereinheiten zwischen Kernplasma und Zytoplasma ermöglichen. Komplette Ribosomen können die Kernporen nicht passieren.

Kernteilung nennt man die Teilung des Zellkerns einer eukaryotischen Zelle. Diese Kernteilung kann eine Mitose oder eine Meiose sein.

Ketogruppe nennt man eine funktionelle Gruppe, die eigentlich nur aus einem Sauerstoff-Atom besteht, welches über eine Doppelbindung (zwei Elektronenpaarbindungen zwischen den beiden Atomen) an ein Kohlenstoff-Atom gebunden ist (>C=O), das seinerseits mit zwei weiteren Kohlenstoff-Atomen verbunden ist. Im Grunde enthält eine Ketogruppe ihrerseits wiederum eine funktionelle Gruppe, nämlich eine Carbonylgruppe. Die Carbonylgruppe bestimmt wesentlich die Eigenschaften der Ketogruppe und macht sie polar sowie relativ reaktionsfreudig. In dieser zieht das Sauerstoff-Atom die beiden Elektronenpaare stark zu sich hin und sorgt so für einen Elektronenmangel, also eine positive Teilladung am Kohlenstoff-Atom. Dieses positiv polarisierte Kohlenstoff-Atom zieht negative Ladungen und Teilladungen an und wird dadurch zum Ziel nucleophiler Angriffe. Wegen seiner positiven Polarisierung zieht dieses Kohlenstoff-Atom seinerseits verstärkt an den Elektronenpaaren, welche es sich mit den benachbarten Kohlenstoff-Atomen teilt.

Ketone sind Moleküle mit mindestens einer Ketogruppe.

Kiefernwald ist in Deutschland normalerweise ein Wald, in dem die Waldkiefer die dominierende Baumart ist. Kiefernwälder entwickeln sich von Natur aus nur da, wo der Boden der Rotbuchen zu trocken, zu nass, zu sauer oder zu Nährstoff-arm ist.

Killerzelle nennt man weiße Blutkörperchen (Leukozyten), die Krebszellen und von Viren befallene Zellen in die Selbsttötung (Apoptose) treiben, um den gesamten Organismus zu retten. Man unterscheidet dabei zwischen T-Killerzellen und sogenannten natürlichen Killerzellen.

Kilojoule ist eine Energieeinheit, der es bisher nicht gelungen ist, die Kilokalorie im allgemeinen Sprachgebrauch abzulösen. Man braucht gut 2 Kilojoule(KJ), um einen 70 kg schweren Menschen um 3 m anzuheben. Das Erwärmen von 1 kg Wasser um 1 °C kostet 1 Kilokalorie oder 4,184 kJ. Eine 100-W-Glühlampe verbraucht pro Minute 6 kJ. Ein Gramm Fett sollen dem Menschen 38 kJ Energie bringen.

Kilokalorie ist eine Energieeinheit, die offiziell längst abgeschafft ist. Den Menschen ist das schnuppe. Sie benutzen weiterhin diese Energieeinheit, weil sie daran gewöhnt sind. nach der bei uns gebräuchlichsten Definition ist 1 Kilokalorie die Energiemenge die man braucht, um 1 Liter luftfreies Wasser auf Meereshöhe von 14,5 °C auf 15,5 °C zu erwärmen.

Kinase = Phosphatgruppen übertragendes Enzym

Kinetische Energie ist Bewegungsenergie. Je größer ein Auto ist und je schneller es fährt, umso mehr Energie wirkt beim Aufprall auf ein Hindernis. Kinetische Energie ist also Masse mal Geschwindigkeit.

Kleinhirn = Cerebellum

Klima nennt man die Summe aller an einem Ort über Jahrzehnte immer wieder auftretenden Wetter-Phänomene und ihrer typischen jahreszeitlichen Abfolgen.

Klimawandel oder Klimaänderung nennt man die Änderung des Klimas an einem Ort bzw. auf einem gesamten Planeten wie der Erde. Eigentlich ist Klimawandel etwas ganz normales, denn es hat auf der Erde seit über 4 Milliarden Jahren immer Klimawandel gegeben. Heute aber machen Viele gute Geschäfte mit einem hysterischen Klima-Alarmismus und noch mehr dumme Menschen plappern einfach alles nach, ohne nachzudenken. Viele Menschen glauben daher, Klimawandel sei etwas ganz schlimmes, das um jeden Preis verhindert werden müsse und könne. Obwohl der Meeresspiegel seit der letzten Kälteperiode unserer aktuellen Eiszeit bereits um mehr als 100 Meter angestiegen ist, behaupten nun selbst unsere öffentlich-rechtlichen Medien, die Welt gehe buchstäblich unter, wenn der Meeresspiegel noch einen weiteren Meter ansteige. Und obwohl die Evolutionstheorie die Anpassungsfähigkeit der Spezies eindrucksvoll nachweist, prophezeien die Klima-Alarmisten das größte Artensterben der Erdgeschichte für den Fall, dass es auf der Erde noch ein paar Grad wärmer würde. Dabei gab es schon sehr viel wämere Zeiten auf der Erde, denn immerhin befinden wir uns immer noch in einer Eiszeit. Anders als es die Klima-"Forscher" uns glauben machen wollen, ist aber der Umgang mit dem Klimawandel keine wissenschaftliche, sondern eine politische Frage. Denn jeder für Versuche der Verhinderung des Klimawandels ausgegebene Euro fehlt bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels oder beispielsweise im Gesundheitswesen und der Instandhaltung von Schulen und Straßen. Wir sind nämlich keineswegs ein reiches, sondern ein mit über 2 Billionen Euro hochverschuldetes Land mit zunehmend verrottender Infrastruktur und immer mehr Menschen, die auf Almosen (Sozialhilfe und Nahrungsmittelspenden) angewiesen sind. Uns fehlen Tausende Ärzte, Zigtausende Lehrer und Hundertausende Kindergärtnerinnen. Aber für kontraproduktive Versuche (z.B. Glühlampenverbot, E10 und Wärmedämmung von Hausfassaden) der Klimastabilisierung soll uns nichts zu teuer sein? Es ist höchste Zeit, dass unseren Politikern und Journalisten mal ein Licht aufgeht und sie mal anfangen, ihre eigenen Hirne zu benutzen.

Klimax = Höhepunkt oder relativ stabiler Endpunkt einer Entwicklung

klinisch = Im Zusammenhang mit dem Verlauf einer Krankheit ist damit die Phase nach der symptomfreien Inkubationszeit gemeint, in der die Krankheit ausgebrochen ist und die Krankheitserscheinungen sichtbar werden. Eine klinische Diagnose ist eine Diagnose aufgrund der Symptome im Gegensatz zu einer Diagnose aufgrund der Untersuchung eines Leichnams. Klinische Symptome sind zwischen Ausbruch einer Krankheit und deren Ende durch Heilung oder Tod erkennbare Symptome. Klinisch resistent bedeutet, daß trotz erfolgter Infektion keine Krankheit ausbricht.

Klon nennt man eine durch ungeschlechtliche Vermehrung entstandene, genetisch identische Nachkommenschaft oder einen einzelnen von mehreren genetisch identischen Nachkommen.

klonieren = eine Klonierung durchführen

Klonierung nennt man in der Biologie die Herstellung eines Klons. Man kann Pflanzen ganz leicht klonieren, indem man z.B. Triebe oder Zweige abbricht und in Wasser oder Erde steckt. Man kann sie aber auch in einzelne Zellen auflösen und aus diesen dann auf Nährboden komplette neue Pflanzen züchten. Man kann einen Regenwurm klonen, indem man ihn in der Mitte durchschneidet, denn beide Enden regenerieren sich zu vollständigen Würmern. Auch bei höheren Tieren spricht man von Klonieren, wenn man aus mehreren Eizellen die Zellkerne entfernt, diese durch Zellkerne aus Körperzellen eines Tieres ersetzt und mit diesen Eizellen weibliche Tiere künstlich befruchtet. Allerdings sind die so entstehenden Nachkommen nicht wirklich vollständig genetisch identisch mit dem Spender der Zellkerne, weil die Mitochondrien mit ihrem eigenen Erbgut aus den Eizellen stammen. Besonders einfach ist das Klonieren von Bakterien, denn man muß nur ein einzelnes Bakterium in eine Nährlösung werfen, in welcher es sich dann einfach durch Teilung vermehrt. Allerdings kommt es dabei oft zu Mutationen, sodaß schließlich doch nicht alle Bakterien in der Lösung vollständig identisch sind. Außerdem nennt man diese Klonierung in der Molekularbiologie nicht Klonierung, weil man den Begriff meist im engeren Sinne für eine ganz bestimmte Klonierung verwendet. Unter Klonierung verstehen Molekularbiologen normalerweise die Vermehrung einer Nukleinsäure-Sequenz in einem Vektor.

Knochen nennen wir die harten, druck- und zugfesten, aber nur wenig biegsamen Teile unseres Körpers, die bei vielen Tieren das schützende, stützende und schnelle Bewegungen ermöglichende Skelett bilden. Trotz großer Ähnlichkeit zählen die Zähne nicht zu den Knochen, weil sie einen ganz anderen Ursprung haben und von anderen Zellen gebildet werden. Auf die scheinbar einfache Frage nach der Zahl der menschlichen Knochen gibt es keine einfache Antwort, weil erstens einige kindliche Knochen zusammenwachsen, zweitens manche Erwachsene zusätzliche Rippen oder Fußwurzelknochen besitzen und weil es drittens Ansichtssache ist, ob man 1 Hüftbein oder seine ursprünglich 3 Knochen Darmbein, Schambein und Sitzbein, 1 Kreuzbein oder 5 Kreuzbeinwirbel, 1 Steißbein oder 4-5 Steißbeinwirbel zählt. Deshalb findet man auch in seriösen Quellen Angaben zwischen weniger als 200 und über 210 menschlichen Knochen.
Aufgebaut werden Knochen von Zellen, die man Osteoblasten nennt. Sie scheiden langkettige Eiweiße namens Kollagen aus, umgeben sich damit und vernetzen es mit Hilfe von Vitamin C. So bilden die Kollagenfasern ein zugfestes dreidimensionales Netzwerk, das zunächst nur mit Wasser gefüllt ist und in dieser Form als Matrix bezeichnet wird. Fast genauso sind übrigens Gummibärchen aufgebaut, denen nur wegen der künstlichen Herstellung die Zellen fehlen. In diese Matrix hinein exportieren die Osteoblasten zweifach positiv geladene Calcium-Ionen und negativ geladene Phosphat-Ionen. In dieser Mischung sind diese Ionen nur noch schlecht wasserlöslich und bilden deshalb innerhalb der Matrix und mit dieser verbunden Kristalle, die auch noch Hydroxylionen enthalten. Diese Hydroxylapatit genannten Kristalle machen Knochen so druckfest (~15 kg/mm2). Zur Zugfestigkeit (~10 kg/mm2) der Knochen tragen sie zusammen mit den Kollagenfasern bei. Gemeinsam bilden das Kollagen-Netzwerk und Hydroxylapatit ein natürliches Verbund-Material, das an Stahlbeton erinnert. Wenn allerdings die Collagenfaser reißen, dann muss an solchen Stellen auch das Hydroxylapatit aufgelöst werden, um ein neues Kollagen-Netz aufbauen zu können.
In der selbst erzeugten harten Knochen-Substanz eingemauert sitzen die Osteoblasten, die man in diesem Zustand Osteozyten nennt. Die Osteozyten sind ähnlich wie Nervenzellen durch lange Zellfortsätze zu einem Netzwerk verbunden. Wahrscheinlich ist es dieses Netzwerk, das die Anpassung des Auf- und Abbaus des Knochens an seine Belastung reguliert. Den Abbau der harten Knochen-Substanz besorgen große, mehrkernige Osteoklasten, die mit den weißen Blutkörperchen verwandt sind. Bei jungen Menschen überwiegt die Tätigkeit der Osteoblasten, bei älteren Menschen sind die Osteoklasten aktiver. Verschieben kann man dieses Beinahe-Gleichgewicht zugunsten der Osteoblasten durch genügend Schlaf, abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Sonnenlicht auf der Haut und regelmäßiges Muskeltraining.
Man unterscheidet längliche Röhrenknochen mit schlankem Schaft (Diaphyse) und verdickten Enden (Epiphysen), die platten Knochen (Schädel Schulterblatt, Brustbein, Rippen und Becken), kurze Knochen (z.B. in der Handwurzel), die an Gelenken vorkommenden Sesambeine wie die Kniescheibe und sogenannte unregelmäßige Knochen, die in keine der anderen Gruppen passen (z.B. Unterkieferknochen und Wirbelknochen).
Unter der gut durchbluteten und von Nerven durchzogenen Knochenhaut haben Knochen eine Knochenrinde aus massivem, in Schichten aufgebautem Knochen. Diese massive Knochen-Substanz bildet sich ringförmig um Blutgefäße herum. Dabei wechseln sich links- und rechtsspiralige Schichten ab, was die Struktur besonders stabil macht. In besonders belasteten Bereichen wie an den Enden von Röhrenknochen oder in den druckbelasteten Teilen der Wirbelkörper gibt es unter der Knochenrinde Netzwerke relativ dünner Knochenbälkchen. Sie leiten Druck oder Zugkräfte ab, wie man es auch von Brückenpfeilern oder den Streben des Eiffelturms kennt. Insgesamt bilden die Knochenbälkchen eine schwammartige Knochen-Substanz, in deren Zwischenräumen sich Knochenmark ausbreiten kann.
Knochen verstärkendes Wachstum kann überall erfolgen, wo Knochen durch Druck oder Zugkräfte belastet wird. Aber das Längenwachstum der Röhrenknochen erfolgt an sogenannten Wachstumsfugen. Das sind Knorpelschichten zwischen Diaphyse und Epiphyse. Dort wächst in der Mitte neuer Knorpel, während er an den Grenzen zum Knochen in neuen Knochen umgewandelt wird. Unsere Schädelknochen wachsen und gebrochene Knochen wachsen zusammen, indem sie umgebendes Bindegewebe in Knochen umgewandelt wird.
Wer mehr über Knochen wissen möchte, findet vertiefte Informationen bei Prof. Arno Helmberg

Knochenbälkchen nennt man die vor allem entlang der Zug- und Drucklinien verlaufende harte Knochen-Substanz im schwammförmigen Inneren besonders belasteter Knochen. Die mit weichem Knochenmark gefüllten Hohlräume zwischen den Knochenbälkchen machen den Knochen nicht nur leichter, ohne dass darunter die Druck- und Zugfestigkeit zu sehr leidet. Der vielleicht noch wichtigere Vorteil dieser Bauweise dürfte ihre Flexibilität sein. Nur weil sich zwischen ihnen kein hartes Material befindet, können sie sich verbiegen. Das macht Knochen bruchfester und etwas biegsam. Die Knochenbälkchen ähneln den Balken eines Fachwerkhauses, das oft im Verlaufe von Jahrhunderten krumm und schief wurde, aber nicht einstürzte.

Knochenhaut, Periost oder am Schädel Pericranium heißen die Faszien (flächige Bindegewebe), die wie gut durchblutete und von Nerven durchzogene Haut unsere Knochen umgeben. Knochenhaut ernährt den Knochen und produziert neue Knochenzellen für das Dickenwachstum und die Reparatur verletzter Knochen. Knochenhaut verbindet auch die Knochen mit Sehnen und Bändern.

Knochenmark
Markknochen Knochenmark befindet sich im Inneren von Knochen und ist gut durchblutet. Beim Säugling dient es noch überall der Blutzellenbildung, aber mit zunehmendem Alter verfettet es in vielen Knochen.
Rainer Zenz, GNU Free Documentation License

Knorpelhaut oder Perichondrium heißen die Faszien (flächige Bindegewebe), die wie gut durchblutete und von Nerven durchzogene Haut unsere Knorpel außerhalb der Gelenke umgeben. Knorpelhaut ernährt den Knorpel.

Knospen sind in Pflanzen die Orte des primären Wachstums an den Enden wachsender Jungtriebe an den Sprossenden. Knospen nennt man auch die noch unfertigen Blüten.

Koeffizient = konstanter Faktor einer veränderlichen Größe

Kognition nennt man die Summe aller Hirntätigkeiten, die mit dem Wahrnehmen, Erkennen und Denken zusammenhängen.

kognitiv = Fähigkeiten bzw. Leistungen eines Gehirnes, die etwas mit Denken, Verstand und anderen bewußten Hirntätigkeiten zur Erkenntnis- und Informationsverarbeitung zu tun haben (z.B.: Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Orientierung, Erinnerung, Lernen, Problemlösung, Kreativität, bildliches Vorstellungsvermögen, Planung, Argumentation, Selbstwahrnehmung, Wollen oder Glauben).

Kohlenhydrate sind chemisch betrachtet Polyhydroxyaldehyde, Polyhydroxyketone oder chemische Verbindungen, die dazu hydrolysiert werden können. Dabei bedeutet "Polyhydroxy-", dass am Kohlenstoff-Grundgerüst außer einer Aldehydgruppe oder einer Ketogruppe noch mehrere Hydroxylgruppen hängen. Die allgemeine Formel ist Cn(H2O)n. Zu den Kohlenhydraten gehören alle Zucker (Monosaccharide und Disaccharide) sowie zusätzlich die Polysaccharide. Polysaccharide wie Stärke und Zellulose schmecken nicht süß und sind deshalb keine Zucker. Trotzdem werden sie Vielfachzucker genannt, weil sie aus vielen Einfachzuckern (Monosacchariden) bestehen. Die sich im Polymer vielfach wiederholende Grundeinheit (Monomer) kann ein Monosaccharid oder ein Disaccharid (Zweifachzucker) sein.

Kohlenstoff oder Carbon nennt man das chemische Element mit dem Elementsymbol C und der Ordnungszahl 6. Im Periodensystem der chemischen Elemente findet man Kohlenstoff als leichtestes Element (2. Periode) der vierten Hauptgruppe (Kohlenstoffgruppe). In der Natur findet man Kohlenstoff als reines Element (Diamant oder Graphit) und in unzähligen chemischen Verbindungen (Carbonate, Kohlenstoffdioxid, Biomoleküle) vor. Mit seinen 4 Valenzelektronen steht es genau zwischen den Alkalimetallen und den Halogenen, die beide leicht zu Ionen werden, um die stabile Edelgaskonfiguration zu erreichen. Für Kohlenstoff-Atome ist die Edelgaskonfiguration nur erreichbar, indem sie 4 Atombindungen eingehen. Das ist die perfekte Voraussetzung für die Bildung komplexer Moleküle und darum bilden Kohlenstoff-Atome die Grundgerüste aller Biomoleküle. Das Schema unten zeigt, welche Formen Kohlenstoff bei verschiedenen Druck-Temperatur-Kombinationen annimmt.
Kohlenstoff
anonym, CC BY-SA 4.0

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein kleines Molekül aus einem Kohlenstoff-Atom und zwei Sauerstoff-Atomen CO2. Es entsteht, wenn Kohlenstoff-haltige, also organische Stoffe (organisches Material) mit Sauerstoff chemisch reagieren. Das passiert, wenn unsere Zellen mit Hilfe von Sauerstoff die chemische Energie aus unseren Nährstoffen gewinnen oder wenn etwas verbrannt wird. Pflanzen atmen Kohlenstoffdioxid ein und mit Hilfe der Strahlungsenergie von Licht verbinden sie Kohlenstoffdioxid mit Wasser zu Traubenzucker (Glucose).

Kohlenwasserstoff nennt man jedes Molekül, das nur aus Kohlenstoff- und Wasserstoff-Atomen besteht. Diese können ketten- oder ringförmig angeordnet und auch verzweigt sein. Man unterscheidet Alkane, Alkene und Alkine sowie Cycloalkane und Aromaten.

Kohorte nennt man im Zusammenhang mit der BSE-Bekämpfung inzwischen die Tiere einer Herde, die 12 Monate vor bis 12 Monate nach einem BSE-Rind im selben Betrieb geboren wurden (Geburtskohorte) oder nachweislich dasselbe Futter erhalten haben (Fütterungskohorte). Ursprünglich war aber eine Kohorte eine militärische Einheit der Römer. In diesem Sinne der Einheit versteht man in den Sozialwissenschaften und oft auch in der TSE-Forschung eine Kohorte im allgemeineren Sinne einer Gruppe mit gleichartigen Startbedingungen (z.B.: Alterskohorten, Geburtenkohorten, Eheschließungskohorten, Berufseintrittskohorten).

Kollagen oder Collagen nennt man eine der wichtigsten Strukturprotein-Familien des Wirbeltierkörpers. Man findet Kollagen hauptsächlich in der extrazellulären Matrix von Bindegeweben wie Knochen, Zähnen, Knorpel, Sehnen, Bändern und der Haut. Früher stellte man aus Kollagen sogenannten Knochenleim her, heute macht man daraus Gelatine. Kollagen besteht aus vielen langgestreckten Kollagen-Molekülen, von denen jedes eine linksgängige Helix bildet. Jeweils drei dieser Helices sind dann in einer rechtsgängigen Superhelix, der sogenannten Tripelhelix arrangiert und untereinander durch Wasserstoffbrückenbindungen und einige Disulfidbrücken verbunden. Viele dieser Tripelhelices verbinden sich leicht versetzt zu einer viele Mikrometer langen Kollagenfibrille und viele Kollagenfibrillen bilden eine Kollagenfaser. Aufgrund ihrer dichten Wicklung besitzen Kollagenfasern eine enorme Zugfestigkeit und sind kaum dehnbar. Deshalb können sie das Zehntausendfache ihres eigenen Gewichtes tragen. Auffallend an der Primärstruktur (Aminosäuresequenz) des Kollagens ist, dass jede dritte Aminosäure ein Glycin ist, die kleinste aller Aminosäuren. Ein in der Proteinfamilie der Kollagene häufig wiederholtes Sequenzmotiv ist Glycin-Prolin-Hydroxyprolin.

Collagen
Die beiden Grafiken zeigen einen Ausschnitt einer rechtshändigen Tripelhelix aus drei linksgängigen Helices menschlichen Kollagens Typ Iii. Oben sieht man eine sogenannte Ball-and-Stick-Darstellung. Sie deutet die einzelnen Atome und ihre Bindungen an. Darunter sieht man eine sogenannte CPK-Darstellung der selben Struktur. Sie zeigt die Räume, die von den Atomen eingenommen würden. Dabei sind die drei Helices zur besseren Unterscheidung unterschiedlich gefärbt. Erstellt habe ich diese Grafiken mit Hilfe der Sequenz 4GYX der frei zugänglichen Protein Data Bank und dem Jmol-applet des Open Source Java Viewer for chemical structures in 3D.
Collagen
Die folgenden Bilder zeigen zwei miteinander verbundene, rechtshändige Tripelhelices aus je 3 Collagen-Polypeptidketten, von denen jede eine linksgängige Kollagen-Helix ist. Man findet diese Struktur in der Protein-Datenbank unter der Nummer 3T4F und wählt einfach rechts: "view in 3D".
Collagen
Oben sieht man wieder nur die Atome und Atombindungen, unten die Räume, welche die Atome einnehmen würden. Wenn genau hinsieht, erkennt man oben die gestrichelten Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Kollagen-Molekülen.
Collagen
Diese Ergebnisse meiner Nutzung frei verfügbarer Daten und Programme dürfen selbstverständlich ebenfalls von jedem völlig frei genutzt werden.

Kolon, Colon oder Grimmdarm nennt man den größten Teil des Dickdarms, nämlich alles außer dem Blinddarm. In ihm wird der kaum noch Nährstoffe enthaltende Nahrungsbrei durch Salz- und Wasserentzug eingedickt, wobei Milliarden von Bakterien helfen und nebenbei auch noch die Vitamine K und B produzieren.

Kolonie nennen Biologen eine Gruppe von Lebewesen, die an einem bestimmten Ort in unmittelbarer Nähe zu einander leben und deren Siedlungsgebiet von anderen Siedlungsgebieten der gleichen Art räumlich getrennt ist.

Kolorimetrie oder auch Photometrie nennt man die Bestimmung der Konzentration eines gelösten Farbstoffes durch die Messung der durch ihn verursachten Lichtabsorption bei einer bestimmten Wellenlänge. Möglich ist dies, weil die Schwächung eines monochromatischen Lichtstrahles in einer nicht zu konzentrierten Farbstoff-Lösung nur von seiner Wegstrecke, der Konzentration des Farbstoffes und von dessen stofftypischen Eigenschaft abhängt, Licht dieser Wellenlänge zu schlucken bzw. in eine andere Energieform umzuwandeln. Diese Stoff-typische Eigenschaft nennt man molaren Absorption-Koeffizienten oder auch Extinktions-Koeffizienten und er ist abhängig von der Wellenlänge des Lichtes, weil Farbstoffe bei verschiedenen Wellenlängen unterschiedlich stark absorbieren. Ansonsten wären sie ja nicht farbig, sondern grau. Mathematisch wird dieser Zusammenhang zwischen der Konzentration eines Farbstoffes und seiner Licht absorbierenden Wirkung durch das Lambert-Beersche-Gesetz (E = e • K • D) beschrieben, nach dem die Extinktion (E) einer Lösung proportional zur Konzentration (K) der darin gelösten lichtabsorbierenden Substanz und der Schichtdicke (D) der Lösung ist. Der Proportionalitätsfaktor ist dabei der molare Extinktions-Koeffizient (e). Daraus ergibt sich die Relation: Konzentration = gemessene Absorption / (molarer Absorption-Koeffizient • Schichtdicke).

kolorimetrisch = mittels Kolorimetrie

Kolostrum = Kolostralmilch vom lateinischen Colostrum heißt auch Vormilch, Biestmilch und Hexenmilch und ist die erste nach der Geburt eines Säugers von dessen Mutter produzierte Milch, welche sich von normaler Milch durch die in ihr enthaltenen Kolostrumkörperchen und Antikörper der Mutter unterscheidet. Beim Menschen wird das Kolostrum in geringen Mengen bereits ab der 6. Schwangerschaftswoche und in erheblichen Mengen während der ersten 3-5 Tage nach der Entbindung produziert. Kühe produzieren etwa 5 Tage lang (Berchtold/Grunert:Tierärztliche Geburtshilfe und Gynäkologie in Frage und Antwort, Ferdinand Enke Verlag Stuttgart, 1977) das für die menschliche Ernährung wegen seiner abführenden Wirkung und mangelhafter Kochfestigkeit ungeeignete Kolostrum, welches außerdem häufig rote Blutkörperchen oder deren Farbstoff Hämoglobin enthält und dadurch unappetitlich aussieht (Scheunert/Trautmann, Lehrbuch der Veterinärphysiologie, 7. Aufl. 1987, Hrsg. G. Wittke). Paragraph 18, Absatz 2 der deutschen Milchverordnung verbietet daher die Verwendung des Gemelkes der ersten 5 Tage für die menschliche Ernährung. In der Kälberaufzucht wird die maximale Immunität nur erreicht, wenn die neugeborenen Tiere während der ersten beiden Lebensstunden mit 1,5 Litern Biestmilch versorgt werden. Weitere 2,5 Liter müssen innerhalb der nächsten 12 Stunden getränkt werden. Dies ist verständlich, weil der Albumin/Globulin-Gehalt der Kolostralmilch sehr rasch von 16.6% (1 Stunde nach der Geburt) über 8,9% (nach 12 Stunden), 5,0% (nach 24 Stunden) und 2,2% (nach 48 Stunden) auf 0,9% nach 72 Stunden abnimmt (Scheunert/Trautmann, Lehrbuch der Veterinärphysiologie, 7. Aufl. 1987, Hrsg. G. Wittke). Etwa im gleichen Zeitraum nimmt auch die Durchlässigkeit der Kälberdarmwand für unverdaute Antikörper ab (Ernst Granz, Tierproduktion, 8. Auflage 1978, Paul Parey Verlag, Berlin und Hamburg). Weitere Informationen zu Biestmilch stellen beispielsweise das Institut für Tierzucht der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommerns und die Zeitung "Schweizer Bauer" im Internet zur Verfügung.

Kolostrumkörperchen = Leukozyten, welche zu Beginn der Laktation aus dem Bindegewebe in die Endstücke der Milchdrüse einwandern, sich dort mit Fetttropfen beladen und sich dadurch beträchtlich vergrößern

Kommunikation = einseitiger oder wechselseiiger Austausch von Informationen

Kompartimentierung bedeutet in der Biologie die Unterteilung eines großen in mehrere kleine Räume. In eukaryotischen Zellen bilden die Organellen durch Membranen vom Zytoplasma abgegrenzte Reaktionsräume, die auch Kompartimente genannt werden.

kompetitiv = konkurrierend, in einem Wettbewerb befindlich

Kompetitive Hemmung nennt man in der Biochemie die unvollständige und reversibel Behinderung einer Enzym-katalysierten chemischen Reaktion durch einen isosterisch bindenden Inhibitor. Weil das Substrat und der Inhibitor um das aktive Zentrum konkurrieren und weil Konkurrenz auf Englisch competition heißt, nennt man den Inhibitor kompetitiven Hemmstoff. Weil die Bindung des Hemmstoffes an das aktive Zentrum des Enzyms ebenso reversibel wie die des Substrates ist, wird dessen Umsetzung durch das Enzym bei der kompetitiven Hemmung nicht vollständig unterdrückt und kann durch eine Erhöhung der Subtrat-Konzentration überwunden werden.

komplementär = ein Gegenstück ergänzend

Komplex nennt man ein aus mehreren Einzelteilen zusammengesetztes Ganzes.

komplex = vielschichtig, zusammengesetzt, die Eigenschaft einer vielschichtig zusammengesetzten Struktur, Adjektiv zum Substantiv Komplexität

Komplexität nennt man in der Alltagssprache und in der Informatik die Kompliziertheit einer Sache, in der Wirtschaft die Vielfalt der Teile eines Systems und ihrer Beziehungen. Komplexität ist ein Gegenteil von Einfachheit, Bestimmbarkeit und Überschaubarkeit. Deshalb definiert die Wikipedia vielleicht etwas übertrieben Komplexität als die Eigenschaft eines Systems, dass man seine Funktionen und möglichen Reaktionen selbst dann nicht vollständig beschreiben und vorhersagen könnte, wenn alle seine Einzelteile und deren Wechselwirkungen bekannt wären.

Kondensation nennt man in der Physik den Übergang eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand. Die für die Verdampfung aufgewendete Wärme wird bei der Kondensation als Kondensationswärme wieder frei. Chemiker bezeichnen als Kondensation eine chemische Reaktion, die zwei Moleküle unter Abspaltung von Wasser oder einem anderen kleinen Molekül miteinander verbindet. Wir Biologen verwenden den Begriff je nach Kontext wie die Physiker oder wie die Chemiker oder meinen damit die Verdichtung der Chromosomen.

Kondensor nennt man den Teil eines Mikroskops oder eines Projektors, der mit Hilfe von ein oder zwei Sammellinsen einen möglichst großen Teil des von einer Lichtquelle in alle Richtungen ausgestrahlten Lichts in einem Strahl bündelt. Oft wird der Kondensor durch einen Hohlspiegel auf der anderen Seite der Lichtquelle unterstützt.

Konduktion heißt die Übertragung (Leitung) thermischer Energie über die direkte Wechselwirkung (Kontakt, Berührung, Zusammenprallen der Teilchen) zwischen wärmerer und kälterer Materie.

Konfiguration bedeutet bezogen auf organisch-chemische Moleküle eine von mehreren möglichen räumlichen Anordnungen der kovalenten chemischen Bindungen an den C-Atomen, aber ohne Berücksichtigung der nur durch Drehungen der Einfachbindungen entstehenden Konformationen. Doppel- und Dreifachbindungen verhindern Drehungen um eine Atombindung. So können unterschiedliche Konfigurationen eines Moleküls entstehen, die sich nicht durch Drehungen um die Achse einer Atombindung ineinander überführen lassen.

Konformation bedeutet bezogen auf organisch-chemische Moleküle eine von mehreren möglichen räumlichen Anordnungen der kovalenten chemischen Bindungen an den C-Atomen.

konfrontieren = gegenüberstellen, in störender Weise bedrängen oder etwas unangenehmem aussetzen

kongenital = angeboren, aufgrund einer Erbanlage schon bei der Geburt vorhanden

konkav = einwärts gewölbt oder ausgehöhlt vom lateinischen concavus

Konkurrent heißt jemand oder etwas, das um etwas konkurriert.

konkurrieren = das selbe wie Andere haben wollen und sich normalerweise unter Beachtung von Gesetzen und Regeln darum bemühen, es Anderen wegzuschnappen

konstant = gleichbleibend

Konsument = allgemein Verbraucher, in der Ökologie ein heterotropher Organismus

Kontamination = Verunreinigung

kontaminiert = verunreinigt

Kontraktion = Zusammenziehung, Verkürzung, Schrumpfung

Kontrast nennt man zunächst einmal den Unterschied zwischen hellen und dunklen Anteilen eines Bildes. Man spricht aber auch vom Kontrast zwischen verschiedenen Farben, selbst wenn sie gleich hell sind. Oder man meint den Kontrast zwischen Wort und Tat, gut und böse und so weiter. Eigentlich meinen wir also mit Kontrast den scharfen Unterschied zwischen zwei gut unterscheidbaren Dingen.

Konvektion nennt man den Transport thermischer Energie durch Strömungen (Massenstrom) von Luft oder Wasser.

konvex = nach außen gewölbt oder gerundet vom lateinischen convexus

Konzentration ist in Chemie und Biologie eine Größe, die angibt, wieviel von einem Stoff oder Stoffgemisch in einem bestimmten Volumen vorhanden ist. Man kann die Konzentration angeben als Volumenkonzentration (Volumen pro Gemisch-Volumen, Liter/Liter), Massenkonzentration (Masse pro Volumen, g/l), Stoffmengenkonzentration oder Molarität (Stoffmenge pro Volumen, Mol/l), Äquivalentkonzentration oder Normalität (Val pro Volumen, val/l) oder Teilchendichte bzw. Partikelkonzentration (Teilchen oder Partikel pro Volumen).

Korneozyt nennt man in Biologie und Medizin die toten obersten Zellen der Oberhaut. Sie bilden die Hornschicht und fallen am Ende einzeln oder in Verbänden ab.

Konzept = Entwurf, Plan, Planung oder eine vereinfachende, modellhafte Vorstellung von bestimmten komplexen Zusammenhängen

Koordinatensystem nennt man in den Naturwissenschaften mathematische Hilfsmittel zur exakten und unmissverständlichen Verständigung über den genauen Ort eines Punktes. Zur Bestimmung eines Ortes auf einer Fläche/Oberfläche braucht ein Koordinatensystem zwei Achsen (X und Y, Länge und Breite, Breite und Höhe oder Längengrade und Breitengrade). Koordinatensystem für die Orientierung in dreidimensionalen Räumen wie GPS brauchen 3 Achsen wie Breite, Höhe und Tiefe oder X,Y,Z.

koordiniert = aufeinander abgestimmt

Körper nennt man das, woraus eine Sache, ein Lebewesen oder ein Teil von einem Lebewesen ganz oder hauptsächlich besteht. Der Begriff Körper wird oft als ein deutsches Wort für Organismus benutzt, aber im Gegensatz zu einem Organismus oder Lebewesen muss ein Körper nicht lebensfähig sein.

Körpertemperatur nennt man die Temperatur im Körper eines Tieres.

Körperwärme nennt man die im Körper eines Lebewesens enthaltene Wärme.

Körperzelle nennt man jede Zelle eines Vielzellers mit Ausnahme der Geschlechtszellen. Von den Körperzellen unterscheiden sich Geschlechtszellen vor allem dadurch, dass Geschlechtszellen der sexuellen Fortpflanzung dienen. Geschlechtszellen sind daher immer haploid, besitzen also nur von jedem Chromosom nur eine Kopie. Verschmelzen zwei Geschlechtszellen zu einem neuen Lebewesen (einer Zygote), dann entsteht die erste diploide Körperzelle mit einem doppelten Chromosomensatz. Es gibt allerdings auch haploide Lebewesen wie die meisten Moos, in denen auch die Körperzellen haploid sind.

Korrelation = Zusammenhang, Beziehung, funktionelle Wechselbeziehung

Kovalent nennt man die Bindung zwischen zwei Atomen, wenn sie sich ein gemeinsames Elektronenpaar teilen. Man spricht dann auch von einem Bindungselektronenpaar oder einer Atombindung.

Kraft bzw. Kräfte sind ein Phänomen, dass Physiker schon seit Jahrhunderten mit immer komplizierteren, immer mathematischeren und immer weniger vorstellbaren Theorien zu erklären versuchen. Mit diesen Theorien können die Physiker fast alles extrem genau berechnen. Ich als Nichtphysiker finde allerdings in den Ausführungen der Physiker keine nachvollziehbare Erklärung dafür, was Kräfte wirklich sind, woher sie kommen und warum sie wirken. Aus meiner laienhaften Sicht kann ich daher nur stark vereinfachend sagen, dass eine Kraft etwas ist, dass eine Richtung hat und etwas bewirken kann, indem es Arbeit leistet. Kräfte können Gegenstände beschleunigen oder verformen und anderen Kräften entgegenwirken oder deren Wirkung noch verstärken. Es gibt viele sehr unterschiedliche Kräfte, von denen manche außer Physikern niemand bemerkt. Dass z.B. eine Wand eine Kraft auf gegen sie stoßende Materie ausübt, ist den meisten Menschen nicht klar und schwer zu glauben. Immerhin versuchen die Physiker all die verschiedenen Kräfte auf nur vier Grundkräfte zurückzuführen: die besonders unverständliche Gravitation, die elektromagnetische Kraft, die schwache Kernkraft und die starke Kernkraft. Mit dem sogenannten Standardmodell zur Erklärung des Aufbaus der Materie glauben sie alle Grundkräfte außer der Gravitation irgendwie zu einer zusammenfassen zu können. Aber an der ganz großen Vereinheitlichung beißen sich die klügsten Köpfe seit bald einem Jahrhundert die Zähne aus. Aktuell meinen wohl die meisten Physiker, Kräfte würden durch den Austausch bestimmter Teilchen übertragen. Durch Austausch von Photonen sollen elektromagnetische Kräfte übertragen werden. Als Austauschteilchen der starken Wechselwirkung sollen sogenannte Gluonen indirekt für die Anziehung von Protonen und Neutronen in Atomkernen verantwortlich sein. Als Austauschteilchen der schwachen Wechselwirkung sollen sogenannte massive Vektorbosonen die Umwandlung von Protonen zu Neutronen sowie den Zerfall von Neutronen bewirken. Die Existenz von Gravitonen als Austauschteilchen der Massenanziehung wird vermutet, wurde aber noch nicht nachgewiesen.

kranial = kopfwärts

Krankheit bedeutet Störung einer wesentlichen physischen, psychischen oder sozialen Funktion eines Lebewesens. Aus dieser Definition ausgeschlossen werden allerdings üblicherweise dauerhafte Behinderungen wie fehlende Gliedmaßen oder dauerhafte Hirnschäden.

Krankheitserreger, Keime oder Pathogene nennt man Viren, Bakterien, Protozoen, Algen, Pilze, Viroide oder Prionen, welche sich in einem Lebewesen vermehren und dessen Gesundheit schädigen.

Kräuter sind Pflanzen ohne Holz, die deswegen bei weitem nicht so groß wie Sträucher und Bäume werden können.

Krause-Drüse (Glandula conjunctivales) nennt man eine tubuloalveoläre Drüse (mit röhrenförmigen (tubulären) Gängen und einem bläschenartigen (alveolären) Ausgang), die zu den kleinen akzessorischen (zusätzlichen) Tränendrüsen gehört. Sie haben die gleiche Struktur und tun anscheined das gleiche wie die großen Tränendrüsen, sind aber um eine Größenordnung kleiner. Während sich etwa 40 Krause-Drüsen im Bereich der oberen Fornices der Bindehaut befinden, soll es im unteren Fornix nur 6 geben. Es gibt mehr Krause-Drüsen als Wolfring-Drüsen, die dafür aber größer sind. Man findet sie tief im Bindegewebe (Konjunktivalgewebe), vor allem im Bereich der oberen Umschlagsfalte der Konjunktiva (Fornix conjunctivae superior). Zusammen mit den Wolfring-Drüsen produzieren sie etwa 5% der wässrigen Tränenflüssigkeit und sind für die Basissekretion des Tränenfilms verantwortlich.

Krebszellen nennt man alle Zellen, aus denen ein bösartiger Tumor besteht. Bösartig nennt man einen Tumor, wenn er im Gegensatz zum gutartigen Tumor in umliegendes Gewebe hinein wächst. Inzwischen ist allerdings bekannt, dass in einem Krebsgeschwulst nicht alle Zellen gleich sind. Nur ein kleiner Teil der Krebszellen ist tatsächlich unsterblich und unbegrenzt teilungsfähig. Diese Zellen nennt man heute Krebsstammzellen oder die bösen Brüder der Stammzellen. Nur sie sind es, die unbedingt alle getötet werden müssen, um Krebspatienten wirklich zu heilen. Leider sind es ausgerechnet diese Krebsstammzellen, die am ehesten eine konventionellen Chemotherapie überleben, weil sie sich weniger häufig teilen als die eher harmlosen Krebszellen, die nach einer bestimmten Anzahl von Zellteilungen ohnehin sterben.

Kreuzbein nennt man einen Knochen, der bei Menschen erst am Ende der Wachstumsphase entsteht. Kinder und Jugendliche haben noch fünf einzelne Kreuzwirbel. Bei den meisten Erwachsenen sind alle fünf, bei manchen aber auch nur die unteren vier davon zum keilförmigen Kreuzbein verwachsen (zusammengewachsen), das seinerseits sehr fest mit dem Hüftbein zum sogenannten Beckengürtel verbunden ist.

Kristall nennt man einen festen, komplett einheitlich aufgebauten Körper, in welchem sich ein immer gleiches räumliches Muster wiederholt. Ein Kochsalzkristall beispielsweise enthält Natrium- und Chlorid-Ionen, die sich in alle Richtungen immer abwechseln.

kriteriengeleitet = anhand (unter Beachtung/Berücksichtigung) vorgegebener Kriterien

Kriterium nennt man in der Biologie eine Bedingung oder ein Unterscheidungsmerkmal.

Kronblätter nennen Botaniker die meistens auffällig gefärbten und/oder geformten Blütenblätter, die sich bei den meisten Blüten bedecktsamiger Pflanzen zwischen den Kelchblättern und Fruchtknoten oder Staubblättern (falls vorhanden) befinden. Gemeinsam mit den Kelchblättern schützen die Kronblätter das Innere der Blüte. Eine weitere Aufgabe von Kronblättern ist das Anlocken von Bestäubern - Insekten oder Vögeln.

Krummdarm oder lateinisch Ileum heißt der durch die Peyer-Platten gekennzeichnete hintere, an den Dickdarm angrenzende Teil des Dünndarms

Krypte ist ein biomedizinischer Fachbegriff, der an kryptisch (geheim, verborgen, verschlüsselt) und Krypta (ein versteckter Raum in einer Kirche) erinnert. Krypte nennen Biologen und Mediziner eine Grube in einer Schleimhaut wie z.B. die verborgenen Räume in der Tiefe zwischen den Darmzotten des Dünndarms.

Kudu = Buschbock aus der Gattung der Tragelaphus (Drehhörner im engeren Sinne) in der Unterfamilie der Tragelaphinae (Waldböcke), welche genau wie Rinder, Schafe und Ziegen zur Familie der Bovidae (Hornträger) gehören

Kulturgras nennt man eine Pflanze oder Pflanzenspezies, die von Menschen aus einem Wildgras gezüchtet wurde, um sie als Nutzpflanze oder Zierpflanze zu nutzen. Unter den Kulturgräsern sind Reis, Mais und Weizen die wichtigsten Nutzpflanzen und Rasensorten die wichtigsten Zierpflanzen. Ausführlichere Informationen zum Thema Kulturgras gibt es in einer alten Internetrecherche meiner Tochter.

Kulturpflanze nennt man eine Pflanze oder Pflanzenspezies, die von Menschen gezüchtet wurde, um sie als Nutzpflanze oder Zierpflanze zu nutzen.

Kupffer-Sternzelle = Lebermakrophage

Kuru = eine Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die sich besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr wahrscheinlich aufgrund kannibalischer Riten im Eingeborenenstamm der Fore auf Papua-Neuguinea epidemisch ausbreitete

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Roland Heynkes, CC BY-SA-4.0